Zwischen Abschied und Aufbruch

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chhil06 Avatar

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Das Buchcover vermittelt sofort Wärme und Melancholie – genau die Mischung, die man von einer leisen, berührenden Geschichte über Alter, Erinnerung und Verlust erwartet. Der Schreibstil wirkt ruhig, feinfühlig und zugleich überraschend humorvoll. Schon in der Leseprobe entsteht eine zarte, aber eindringliche Spannung: nicht durch große Ereignisse, sondern durch Bos innere Kämpfe, seine Einsamkeit und die Angst, seinen geliebten Hund Sixten zu verlieren.

Bo als Hauptfigur berührt sofort. Er ist verletzlich, trotzig, wütend und gleichzeitig unglaublich liebenswert. Auch die Nebenfiguren – der kontrollierende Sohn, der Pflegedienst, selbst der Hund – zeichnen sich durch kleine Nuancen aus, die viel über ihre Beziehungen verraten. Ich erwarte eine Geschichte, die mit Wärme, Witz und feinem Blick für Details zeigt, wie kostbar Erinnerungen sind und wie sehr Liebe und Verbundenheit uns tragen können – selbst am Ende eines langen Lebens. Weiterlesen möchte ich unbedingt, weil Bo mir bereits jetzt ans Herz gewachsen ist und ich wissen möchte, wie er seinen Weg findet, ohne das zu verlieren, was ihm noch Halt gibt.