Bos Suche nach Akzeptanz zwischen Gestern und Heute
Für das Jahr 2026 habe ich mir vorgenommen, wieder tiefer in die Welt der Romane einzutauchen. Mit "Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ ist mir direkt zu Beginn ein außergewöhnlicher Glücksgriff gelungen. Lisa Ridzén verleiht dem 89-jährigen Bo eine derart glaubhafte Stimme, dass seine Erfahrungen das Leben in seiner puren Essenz widerspiegeln.
Während Bos Körper in der Gegenwart zusehends an Kraft verliert, reist sein Verstand in Erinnerungswelten. Er sucht zwischen Liebe, vergangenen Tagen und dem bevorstehenden Abschied nach Wegen der Akzeptanz. Besonders schmerzhaft wird dieser Prozess durch die drohende Trennung von seinem Hund Sixten: Nachdem Bo bereits die räumliche Trennung von seiner Ehefrau verkraften musste, traut sein Sohn ihm nun die Versorgung seines treuen Gefährten nicht mehr zu. Die schmerzliche Erkenntnis, dass sich die Rollen im Vater-Kind-Gefüge unwiderruflich verschoben haben, wird hier mit einer beeindruckenden emotionalen Präzision geschildert.
Fazit: Mich hat dieses einfühlsame Werk zutiefst berührt. Die Autorin schafft einen meisterhaften "Zeitraffer-Fokus" auf die Fragen, die am Ende des Lebens wirklich zählen. Dabei ist das Buch keineswegs nur für Senioren oder ihre Angehörigen relevant: Wer selbst mit voranschreitenden, chronischen Erkrankungen lebt, wird sich in Bos Kämpfen und Sehnsüchten unmittelbar wiederfinden. Er wird zu einer starken Identifikationsfigur, da er zeigt, wie man sich trotz schwindender Autonomie und körperlicher Grenzen die eigene innere Welt und Würde bewahrt. Gleichzeitig bietet seine tröstende Geschichte gesunden oder jüngeren LeserInnen einen empathischen Zugang zu den Themen Alter und Vergänglichkeit.
Während Bos Körper in der Gegenwart zusehends an Kraft verliert, reist sein Verstand in Erinnerungswelten. Er sucht zwischen Liebe, vergangenen Tagen und dem bevorstehenden Abschied nach Wegen der Akzeptanz. Besonders schmerzhaft wird dieser Prozess durch die drohende Trennung von seinem Hund Sixten: Nachdem Bo bereits die räumliche Trennung von seiner Ehefrau verkraften musste, traut sein Sohn ihm nun die Versorgung seines treuen Gefährten nicht mehr zu. Die schmerzliche Erkenntnis, dass sich die Rollen im Vater-Kind-Gefüge unwiderruflich verschoben haben, wird hier mit einer beeindruckenden emotionalen Präzision geschildert.
Fazit: Mich hat dieses einfühlsame Werk zutiefst berührt. Die Autorin schafft einen meisterhaften "Zeitraffer-Fokus" auf die Fragen, die am Ende des Lebens wirklich zählen. Dabei ist das Buch keineswegs nur für Senioren oder ihre Angehörigen relevant: Wer selbst mit voranschreitenden, chronischen Erkrankungen lebt, wird sich in Bos Kämpfen und Sehnsüchten unmittelbar wiederfinden. Er wird zu einer starken Identifikationsfigur, da er zeigt, wie man sich trotz schwindender Autonomie und körperlicher Grenzen die eigene innere Welt und Würde bewahrt. Gleichzeitig bietet seine tröstende Geschichte gesunden oder jüngeren LeserInnen einen empathischen Zugang zu den Themen Alter und Vergänglichkeit.