ein Buch das jeden berühren wird
„Wenn die Kraniche nach Süden fliegen, erschienen bei @penguinrandomhouse, ist ein Buch das jeden berühren wird und mich noch lange beschäftigt hat.
Wir lernen den 89 jährigen Bo kennen, der zusammen mit seinem treuen Gefährten, dem Hund Sixten, zusammenlebt. Seine Frau, mit der er über sechzig Jahren verheiratet ist, lebt in einer Pflegeeinrichtung für Demenzkranke. Bo wird tagsüber durch einen Pflegedienst betreut und auch sein Sohn Hans kommt regelmäßig vorbei .Einmal in der Woche telefoniert er mit seinem Freund Ture, den er vor Jahrzehnten auf der Arbeit kennen gelernt hat. Sein Leben ist stark eingeschränkt durch viele Altersleiden, vor allem das Gehen und das Gleichgewicht machen im zu schaffen.Als sein Sohn ihm den Hund wegnehmen will, weil er glaubt, Bo wird ihm nicht mehr gerecht, wird Bo zornig und versucht sich dagegen zu wehren. Ohne Sixten ist sein Leben nur noch einsam und sinnlos.
In vielen Rückblicken, die Bo während seiner Ruhephasen hat erfahren wir, dass Bo ein sehr schlechtes Verhältnis zu seinem Vater hatte,der ihm gegenüber hart und emotionslos war. Bo wollte seinen Kindern gegenüber nie solch ein Vater sein, muss aber eingestehen, dass es ihm Hans gegenüber nicht ganz gelungen ist.
Mich hat dieses Buch wirklich die Bandbreite an Gefühlen durchleben lassen ,von Freude, über Spaß bis hin zu Unverständnis und Wut und am Ende nur noch Traurigkeit.
Es muss für einen Menschen schwer zu ertragen sein, seine körperliche Kraft schwinden zu sehen und dann auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Wie entwürdigend muss es für den zu Pflegenden sein, sich von jungen Pflegern duschen zu lassen, sich seines eigenen gebrechlichen Körpers bewusst. Das Tragen von Windeln, in denen man sich nicht wohl fühlt.Man ist ausgeliefert, büßt seine Autonomie ein und wird von Pflegenden, aber auch von den Kindern oft entmündigt und dadurch unbewusst respektlos behandelt. Ich glaube es wird den Angehörigen manchmal gar nicht bewusst, was es bei den alten Menschen auslöst, so ausgeliefert zu sein und der Angehörige tut dies häufig aus Sorge um den Menschen,meint das Richtige zu tun. Es ist eine Gradwanderung da den richtigen Weg zu finden.
Auch die Einsamkeit, die häufig im Alter präsent ist, wenn der Ehepartner schon tot ist, oder wie hier im Pflegeheim lebt. Wie sehr muss es schmerzen den Partner so verändert zu erleben und die letzte Zeit des Lebens alleine zu verbringen. Die Freunde werden auch weniger, sie sterben oder werden krank und somit stirbt brechen auch dort Kontakte weg.
Der Autorin gelingt es, diese Phase im Leben eines Menschen sehr anschaulich und nachvollziehbar zu beschreiben und vielleicht auch sensibel zu machen für ein respektvolles Miteinander in Phasen, wo sich das Eltern-Kind Verhältnis umkehrt, was für alle Beteiligten nicht einfach ist, denn auch Kinder müssen sich daran gewöhnen, das die Autoritätspersonen , die Eltern einmal waren, nun hilflos sind und es für Eltern auch oft schwer ist, die Hilfe ihrer Kinder anzunehmen.
Ich fand dieses Buch sehr emphatisch beschrieben, hab mich gefreut, dass solch ein Thema auch Platz in einem Buch findet und ich werde diese Geschichte ganz sicherlich nicht vergessen.
Eine dicke Leseempfehlung!
Wir lernen den 89 jährigen Bo kennen, der zusammen mit seinem treuen Gefährten, dem Hund Sixten, zusammenlebt. Seine Frau, mit der er über sechzig Jahren verheiratet ist, lebt in einer Pflegeeinrichtung für Demenzkranke. Bo wird tagsüber durch einen Pflegedienst betreut und auch sein Sohn Hans kommt regelmäßig vorbei .Einmal in der Woche telefoniert er mit seinem Freund Ture, den er vor Jahrzehnten auf der Arbeit kennen gelernt hat. Sein Leben ist stark eingeschränkt durch viele Altersleiden, vor allem das Gehen und das Gleichgewicht machen im zu schaffen.Als sein Sohn ihm den Hund wegnehmen will, weil er glaubt, Bo wird ihm nicht mehr gerecht, wird Bo zornig und versucht sich dagegen zu wehren. Ohne Sixten ist sein Leben nur noch einsam und sinnlos.
In vielen Rückblicken, die Bo während seiner Ruhephasen hat erfahren wir, dass Bo ein sehr schlechtes Verhältnis zu seinem Vater hatte,der ihm gegenüber hart und emotionslos war. Bo wollte seinen Kindern gegenüber nie solch ein Vater sein, muss aber eingestehen, dass es ihm Hans gegenüber nicht ganz gelungen ist.
Mich hat dieses Buch wirklich die Bandbreite an Gefühlen durchleben lassen ,von Freude, über Spaß bis hin zu Unverständnis und Wut und am Ende nur noch Traurigkeit.
Es muss für einen Menschen schwer zu ertragen sein, seine körperliche Kraft schwinden zu sehen und dann auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Wie entwürdigend muss es für den zu Pflegenden sein, sich von jungen Pflegern duschen zu lassen, sich seines eigenen gebrechlichen Körpers bewusst. Das Tragen von Windeln, in denen man sich nicht wohl fühlt.Man ist ausgeliefert, büßt seine Autonomie ein und wird von Pflegenden, aber auch von den Kindern oft entmündigt und dadurch unbewusst respektlos behandelt. Ich glaube es wird den Angehörigen manchmal gar nicht bewusst, was es bei den alten Menschen auslöst, so ausgeliefert zu sein und der Angehörige tut dies häufig aus Sorge um den Menschen,meint das Richtige zu tun. Es ist eine Gradwanderung da den richtigen Weg zu finden.
Auch die Einsamkeit, die häufig im Alter präsent ist, wenn der Ehepartner schon tot ist, oder wie hier im Pflegeheim lebt. Wie sehr muss es schmerzen den Partner so verändert zu erleben und die letzte Zeit des Lebens alleine zu verbringen. Die Freunde werden auch weniger, sie sterben oder werden krank und somit stirbt brechen auch dort Kontakte weg.
Der Autorin gelingt es, diese Phase im Leben eines Menschen sehr anschaulich und nachvollziehbar zu beschreiben und vielleicht auch sensibel zu machen für ein respektvolles Miteinander in Phasen, wo sich das Eltern-Kind Verhältnis umkehrt, was für alle Beteiligten nicht einfach ist, denn auch Kinder müssen sich daran gewöhnen, das die Autoritätspersonen , die Eltern einmal waren, nun hilflos sind und es für Eltern auch oft schwer ist, die Hilfe ihrer Kinder anzunehmen.
Ich fand dieses Buch sehr emphatisch beschrieben, hab mich gefreut, dass solch ein Thema auch Platz in einem Buch findet und ich werde diese Geschichte ganz sicherlich nicht vergessen.
Eine dicke Leseempfehlung!