Eine traurige einfühlsame Geschichte
Der Roman erzählt von Bo, 89 Jahre alt, der nach einem langen, gemeinsamen Leben seine demenzkranke Frau Fredrika im Pflegeheim zurücklassen muss. Sie erkennt ihn und den gemeinsamen Sohn nicht mehr. Bo lebt noch allein in seinem alten Haus in Schweden, zusammen mit seinem Hund Sixten. Körperlich wird er schwächer, geistig ist er aber noch fit. Der Sohn drängt ihn, den Hund abzugeben, weil er sich sorgt, Bo könne allein nicht mehr zurechtkommen. Doch Bo klammert sich an die Routine und die Gesellschaft seines Tieres. In Rückblicken denkt er an seine Kindheit, an seine Ehe, an die Freuden und Enttäuschungen des Lebens. Zwischendurch gibt es kleine Pflegeberichte, die sachlich zeigen, wie sein Alltag aussieht.
Lisa Ridzén schreibt ruhig, authentisch und sehr einfühlsam. Man merkt, dass sie sich mit dem Thema Alter tief auseinandergesetzt hat. Die Innensicht von Bo wirkt echt, seine Gedanken über Verlust, Einsamkeit und den allmählichen Abschied sind eindrucksvoll. Besonders gelungen finde ich, dass sie ohne viele Worte zeigt, wie schwierig es ist, im Alter Würde zu bewahren und trotzdem Hilfe anzunehmen. Auch das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist glaubwürdig beschrieben – liebevoll, aber von Missverständnissen geprägt.
Das Buch ist nicht leicht, weil es vom Altwerden, von Gebrechen und vom Loslassen erzählt. Manche Passagen lesen sich traurig oder schwer, doch genau das macht sie ehrlich. Es ist kein Roman, den man einfach nebenbei liest, sondern einer, der nachwirkt. Der Blick auf das Ende des Lebens ist schonungslos, aber respektvoll. Einziger Kritikpunkt für mich war, dass das Ende etwas plötzlich kam, nachdem der Rest der Geschichte so ruhig und bedächtig aufgebaut war.
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein stilles, bewegendes Buch, das sehr menschlich zeigt, was Alter bedeutet – mit allen Verlusten, aber auch mit Erinnerungen, die bleiben. Ich empfehle es allen, die sich für Lebensgeschichten interessieren, die aus kleinen Momenten große Wahrheit entstehen lassen.
Lisa Ridzén schreibt ruhig, authentisch und sehr einfühlsam. Man merkt, dass sie sich mit dem Thema Alter tief auseinandergesetzt hat. Die Innensicht von Bo wirkt echt, seine Gedanken über Verlust, Einsamkeit und den allmählichen Abschied sind eindrucksvoll. Besonders gelungen finde ich, dass sie ohne viele Worte zeigt, wie schwierig es ist, im Alter Würde zu bewahren und trotzdem Hilfe anzunehmen. Auch das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist glaubwürdig beschrieben – liebevoll, aber von Missverständnissen geprägt.
Das Buch ist nicht leicht, weil es vom Altwerden, von Gebrechen und vom Loslassen erzählt. Manche Passagen lesen sich traurig oder schwer, doch genau das macht sie ehrlich. Es ist kein Roman, den man einfach nebenbei liest, sondern einer, der nachwirkt. Der Blick auf das Ende des Lebens ist schonungslos, aber respektvoll. Einziger Kritikpunkt für mich war, dass das Ende etwas plötzlich kam, nachdem der Rest der Geschichte so ruhig und bedächtig aufgebaut war.
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein stilles, bewegendes Buch, das sehr menschlich zeigt, was Alter bedeutet – mit allen Verlusten, aber auch mit Erinnerungen, die bleiben. Ich empfehle es allen, die sich für Lebensgeschichten interessieren, die aus kleinen Momenten große Wahrheit entstehen lassen.