Große Emotionen aus Schweden
“Niemand hat etwas davon gesagt, dass es normal ist, dass die Augen im Alter feucht werden; dass an fast allen Erinnerungen Tränen hängen.” (S. 17)
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Bo ist alt. Mit 89 Jahren lässt sein Körper nach und er kann sich nicht mehr um seinen Hund Sixten kümmern. Das ist zumindest die Ansicht von Bos Sohn Hans. Doch Bo sträubt sich. Seit seine Frau Fredrika an Demenz erkrankt ist und ins Heim ziehen musste, ist Bo allein Zuhause. Einzig die wechselnden Mitarbeiter*innen des Pflegedienstes und Telefonate mit seinem Freund Ture unterbrechen seine Einsamkeit. Er braucht Sixten und Sixten braucht ihn, davon ist er überzeugt. Kann Hans sich durchsetzen? Oder siegt am Ende Bos Dickkopf?
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Meine Tränen hängen in diesem Buch. Bos Geschichte ist so behutsam und wunderschön erzählt, da kann man gar nicht anders, als Rotz und Wasser zu heulen. Lisa Ridzén ist ein Meisterwerk gelungen, das an Bos Beispiel zeigt, wie schwierig das Älterwerden ist, wie lange einen die eigene Kindheit verfolgen kann und wie schwierig es ist, sich vom Leben zu lösen.
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Bo wirkt nur auf den ersten Seiten wie ein sturer, alter Mann. Es hat mich sehr bewegt, seine Gedankenwelt zu verfolgen. Unterbrochen wird sein POV nur von Tagebucheinträgen des Pflegedienstes, die Angaben zu Bos Gemütszustands und seiner Versorgung machen, und die der Handlung einen schönen Rahmen geben.
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Für mich hat alles perfekt gepasst. In dieser Erzählung ist kein Wort zu viel oder fehl am Platz. Die Autorin beweist Fingerspitzengefühl, zeigt durch Bos Erinnerungen die Beziehungen zu seiner Frau, seinem Sohn, seiner Enkelin Ellinor und seinem Freund Ture auf. Bos Frustration wird besonders in der Gegenwart deutlich, durch die Wut, die ihm von seinem jähzornigen Vater in die Wiege gelegt wurde und die er sein Leben lang nicht abschütteln könnte.
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Riesengroße Leseempfehlung. Das perfekte Buch, wenn man sich nach großen Emotionen sehnt.
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5/5 ⭐️
Toll übersetzt von Ulla Ackermann
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Bo ist alt. Mit 89 Jahren lässt sein Körper nach und er kann sich nicht mehr um seinen Hund Sixten kümmern. Das ist zumindest die Ansicht von Bos Sohn Hans. Doch Bo sträubt sich. Seit seine Frau Fredrika an Demenz erkrankt ist und ins Heim ziehen musste, ist Bo allein Zuhause. Einzig die wechselnden Mitarbeiter*innen des Pflegedienstes und Telefonate mit seinem Freund Ture unterbrechen seine Einsamkeit. Er braucht Sixten und Sixten braucht ihn, davon ist er überzeugt. Kann Hans sich durchsetzen? Oder siegt am Ende Bos Dickkopf?
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Meine Tränen hängen in diesem Buch. Bos Geschichte ist so behutsam und wunderschön erzählt, da kann man gar nicht anders, als Rotz und Wasser zu heulen. Lisa Ridzén ist ein Meisterwerk gelungen, das an Bos Beispiel zeigt, wie schwierig das Älterwerden ist, wie lange einen die eigene Kindheit verfolgen kann und wie schwierig es ist, sich vom Leben zu lösen.
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Bo wirkt nur auf den ersten Seiten wie ein sturer, alter Mann. Es hat mich sehr bewegt, seine Gedankenwelt zu verfolgen. Unterbrochen wird sein POV nur von Tagebucheinträgen des Pflegedienstes, die Angaben zu Bos Gemütszustands und seiner Versorgung machen, und die der Handlung einen schönen Rahmen geben.
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Für mich hat alles perfekt gepasst. In dieser Erzählung ist kein Wort zu viel oder fehl am Platz. Die Autorin beweist Fingerspitzengefühl, zeigt durch Bos Erinnerungen die Beziehungen zu seiner Frau, seinem Sohn, seiner Enkelin Ellinor und seinem Freund Ture auf. Bos Frustration wird besonders in der Gegenwart deutlich, durch die Wut, die ihm von seinem jähzornigen Vater in die Wiege gelegt wurde und die er sein Leben lang nicht abschütteln könnte.
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Riesengroße Leseempfehlung. Das perfekte Buch, wenn man sich nach großen Emotionen sehnt.
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5/5 ⭐️
Toll übersetzt von Ulla Ackermann