Taschentücher bereit legen

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Dieses Buch hat mich nicht einfach nur berührt – es hat mich komplett auseinander genommen.

Bo ist 89, plötzlich allein, seine Frau im Heim, und alles, was ihm noch Halt gibt, ist sein Alltag… und vor allem Sixten. Und genau da hat es mich schon gepackt. Dieses Festhalten an den kleinen Dingen, die einem noch bleiben, wenn alles andere langsam wegbricht.

Was mich so getroffen hat, war dieses Gefühl, dass über dich entschieden wird. Dass andere es „gut meinen“, aber dich dabei immer mehr aus deinem eigenen Leben drängen. Dieses Machtlose. Dieses nicht mehr selbst bestimmen dürfen. Ich hab so oft beim Lesen gedacht: Das darf doch nicht alles sein.

Und dann Sixten… ehrlich, da war es vorbei bei mir. Dieser Hund ist nicht einfach ein Hund, er ist alles, was Bo noch hat. Als darüber entschieden wird, ihn wegzunehmen, hat es mir wirklich das Herz zerrissen.

Die Geschichte ist so ruhig erzählt, so leise – und genau deswegen trifft sie so tief. Keine großen Worte, aber so viel Gefühl zwischen den Zeilen. Diese Einsamkeit. Diese Würde, die man festhalten will. Diese Angst, immer mehr zu verlieren.

Ich hab beim Lesen wirklich Rotz und Wasser geheult. Vielleicht auch, weil es sich für mich nicht wie „nur ein Buch“ angefühlt hat, sondern wie etwas, das viel zu real ist.

Ein stilles, ehrliches Buch, das dich nicht loslässt – und das weh tut, ohne laut zu sein.