Wenn das Leben schwerer fällt...
Wenn das Leben schwerer fällt…
…ist es dennoch noch lange nicht zu Ende.
Bo ist 89 und lebt seit der Einweisung seiner demenzkranken Frau zusammen mit seinem Hund Sixten. Doch sein Sohn Hans traut ihm wenig zu und will ihm den Hund wegnehmen. Dabei ist dieser Bos wichtigste Stütze. Aus Angst vor diesem Verlust blickt Bo auf sein Leben zurück und erinnert sich an Unternehmungen mit seiner Frau und andere Ereignisse.
Diese werden in der Erzählung der Geschichte so gut und unauffällig eingefügt, dass man gar nicht mitbekommt, wie der Übergang war. Da wird Bezug auf eine alte Fotografie genommen und plötzlich sind wir auch als Leser mittendrin in der Erinnerung. Solche fließende Übergänge habe ich tatsächlich bisher sehr selten gelesen.
Über einen Zeitraum von ca. 5 Monaten begleiten wir Bo und sein Leben. Da er von Pflegern betreut wird, lesen wir zwischendurch auch die kleinen Bucheinträge, die sie für seinen Sohn bzw. andere Pflegekräfte hinterlassen. Das lockert es zwischendurch auf und gibt uns noch einen anderen Blick auf die Situation als nur die von Bo.
Doch diese ist schon sehr intensiv. Oft wollte ich ihn einfach nur in den Arm nehmen und für ihn da sein. Denn auch wenn es körperlich nicht mehr so gut geht, möchte er doch noch sein Leben leben und das vor allem mit seinem Begleiter. Und ich kann verstehen, dass er ihn nicht weggeben möchte. Er ist eine konstante und der Grund weiterzumachen.
Es wird ein Leben erzählt. Intensiv, aber dennoch ohne dass es in Voyeurismus abdriftet. Man fühlt mit und kann die Geschichte begleiten, ohne zu kitschig zu werden. Die Autorin versteht es definitiv, mit Worten umzugehen.
Von mir eine ganz klare Empfehlung!
ISBN: 978-3442762965
Autorin: Lisa Ridzen
Verlag: btb
ET: 21.01.26
Umfang: 384 Seiten
…ist es dennoch noch lange nicht zu Ende.
Bo ist 89 und lebt seit der Einweisung seiner demenzkranken Frau zusammen mit seinem Hund Sixten. Doch sein Sohn Hans traut ihm wenig zu und will ihm den Hund wegnehmen. Dabei ist dieser Bos wichtigste Stütze. Aus Angst vor diesem Verlust blickt Bo auf sein Leben zurück und erinnert sich an Unternehmungen mit seiner Frau und andere Ereignisse.
Diese werden in der Erzählung der Geschichte so gut und unauffällig eingefügt, dass man gar nicht mitbekommt, wie der Übergang war. Da wird Bezug auf eine alte Fotografie genommen und plötzlich sind wir auch als Leser mittendrin in der Erinnerung. Solche fließende Übergänge habe ich tatsächlich bisher sehr selten gelesen.
Über einen Zeitraum von ca. 5 Monaten begleiten wir Bo und sein Leben. Da er von Pflegern betreut wird, lesen wir zwischendurch auch die kleinen Bucheinträge, die sie für seinen Sohn bzw. andere Pflegekräfte hinterlassen. Das lockert es zwischendurch auf und gibt uns noch einen anderen Blick auf die Situation als nur die von Bo.
Doch diese ist schon sehr intensiv. Oft wollte ich ihn einfach nur in den Arm nehmen und für ihn da sein. Denn auch wenn es körperlich nicht mehr so gut geht, möchte er doch noch sein Leben leben und das vor allem mit seinem Begleiter. Und ich kann verstehen, dass er ihn nicht weggeben möchte. Er ist eine konstante und der Grund weiterzumachen.
Es wird ein Leben erzählt. Intensiv, aber dennoch ohne dass es in Voyeurismus abdriftet. Man fühlt mit und kann die Geschichte begleiten, ohne zu kitschig zu werden. Die Autorin versteht es definitiv, mit Worten umzugehen.
Von mir eine ganz klare Empfehlung!
ISBN: 978-3442762965
Autorin: Lisa Ridzen
Verlag: btb
ET: 21.01.26
Umfang: 384 Seiten