Eine besondere Biographie in einer besonderen Zeit
Die Biographie "Wenn die Sonne untergeht" befasst sich mit dem Zeitraum der Emigration der Familie Mann vom Februar 1933 bis September 1933.
Der Schriftsteller Thomas Mann und seine Frau Katia befinden sich auf Lesereise, als sie ein Warnruf ihrer Kinder Klaus und Edith erreicht. Die Nazis sind an die Macht gekommen und Systemkritiker wie Thomas Mann stehen auf dem Index. Zudem sind Edith und die Kinder Juden. Die Manns beschließen also die Emigration, zunächst in der Schweiz, dann in Frankreich in dem Küstenort Sanary-sur-mer.
Florian Illies hat Tagebucheinträge, Briefe und andere Zeugnisse zu einem lebendigen Bild der Manns zusammen getragen. Sein Erzählstil ist dabei so lebendig und unterhaltsam, dass man völlig vergisst, dass es sich eigentlich um ein Sachbuch handelt. Er setzt dabei nicht nur den Fokus auf den berühmten Schriftsteller Thomas Mann, im Familienkreis als "der Zauberer" betitelt, sondern widmet sich jedem einzelnen Familienmitglied und deren Beziehungen untereinander. So kommen auch die ungeliebten Außenseiterkinder wie Monika, Klaus und Golo zu ihrem Recht und zu ihrer Bühne. Letzterer wurde mit der Beschaffung des Familiengeldes und der Tagebücher von Thomas Mann von München ins Exil beauftragt. Die Tagebücher, später von Thomas Mann selbst vernichtet, bereiteten dem Familienoberhapt große Sorge, da sie zunächst von den Nazis konfisziert wurden. Vermutet wird ein Outing der unterdrückten Homosexualität von Thomas Mann, die jedoch von seinen Kindern toleriert und offen ausgelebt werden darf. Spannend ist natürlich das Geschwisterpaar Edith und Klaus, die während des Exils Drogen konsumieren und versuchen, weiter künstlerisch tätig zu sein.
Interessant ist auch, wie jedes Familienmitglied mit der Heimatlosigkeit und dem Vertriebensein umgeht.
Florian Illies hat eine gelungene Biographie über eine exzentrische und besondere Familie geschrieben, die ich wärmstens empfehlen kann.
Der Schriftsteller Thomas Mann und seine Frau Katia befinden sich auf Lesereise, als sie ein Warnruf ihrer Kinder Klaus und Edith erreicht. Die Nazis sind an die Macht gekommen und Systemkritiker wie Thomas Mann stehen auf dem Index. Zudem sind Edith und die Kinder Juden. Die Manns beschließen also die Emigration, zunächst in der Schweiz, dann in Frankreich in dem Küstenort Sanary-sur-mer.
Florian Illies hat Tagebucheinträge, Briefe und andere Zeugnisse zu einem lebendigen Bild der Manns zusammen getragen. Sein Erzählstil ist dabei so lebendig und unterhaltsam, dass man völlig vergisst, dass es sich eigentlich um ein Sachbuch handelt. Er setzt dabei nicht nur den Fokus auf den berühmten Schriftsteller Thomas Mann, im Familienkreis als "der Zauberer" betitelt, sondern widmet sich jedem einzelnen Familienmitglied und deren Beziehungen untereinander. So kommen auch die ungeliebten Außenseiterkinder wie Monika, Klaus und Golo zu ihrem Recht und zu ihrer Bühne. Letzterer wurde mit der Beschaffung des Familiengeldes und der Tagebücher von Thomas Mann von München ins Exil beauftragt. Die Tagebücher, später von Thomas Mann selbst vernichtet, bereiteten dem Familienoberhapt große Sorge, da sie zunächst von den Nazis konfisziert wurden. Vermutet wird ein Outing der unterdrückten Homosexualität von Thomas Mann, die jedoch von seinen Kindern toleriert und offen ausgelebt werden darf. Spannend ist natürlich das Geschwisterpaar Edith und Klaus, die während des Exils Drogen konsumieren und versuchen, weiter künstlerisch tätig zu sein.
Interessant ist auch, wie jedes Familienmitglied mit der Heimatlosigkeit und dem Vertriebensein umgeht.
Florian Illies hat eine gelungene Biographie über eine exzentrische und besondere Familie geschrieben, die ich wärmstens empfehlen kann.