Teils gefühlvoll, doch leider fehlte etwas

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blubbablase Avatar

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Titel: Wenn du das hier liest
Autorin: Mary Adkins
Verlag: Kindler
Genre: Frauen-/Liebesroman
Seiten: 480
ISBN Print: 978-3-463-40711-1
ISBN e-book: 978-3-644-30042-2


Als ich das Cover das erste Mal gesehen habe, war ich gleich von der Gestaltung begeistert. Das Design mit der Skyline sowie die Pastellfarben sind ein Hingucker. Ohne den Umschlag entdeckt man, dass der Einband einen holografischen Effekt hat.

Zum Inhalt:
Das Buch handelt von Smith, dem Chef einer Marketing Firma, der nach dem Tod seiner Kollegin Iris eine schwere Zeit durchmacht und sie sehr vermisst.

Iris hat mit 33 Jahren die Diagnose Krebs erhalten und ist bereits 6 Monate später gestorben.
Nach dieser schrecklichen Diagnose hat Iris in einem Blog ihre Gedanken und Gefühle für die Ewigkeit festgehalten. Sie schreibt dort über ihre Träume, die nun unerfüllt bleiben, da sie immer alles vor sich hergeschoben hat. Den Blog nutzt Iris, um sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, den es war, wie wohl für jeden, ein echter Schock.

Der Praktikant von Smith findet eines Tages in der Schublade von Iris, einige ihrer privaten Dinge und ausgedruckte Blogeinträge. Sie hinterlässt außerdem die Bitte an Smith etwas mit dem Script zu tun und somit erfährt Smith von ihrem Blog.

Durch den Blog kommen Smith und Jade, die Schwester von Iris in Kontakt. Sie tauschen sich gegenseitig über den plötzlichen Tod ihrer gemeinsamen Freundin aus und sprechen darüber hinaus auch über andere Probleme.

Fazit:
Auch wenn das Buch über ein ernsthaftes und trauriges Thema handelt, wurde nicht ständig auf die Tränen-drüse gedrückt, was ich sehr positiv finde, denn manchmal kann einem dann das Lesen vergehen.
Leider hat mir der Schreibstil nicht so sehr gefallen. Ich wusste zwar vorher, dass es nicht wie ein „gewöhnliches“ Buch aufgebaut und geschrieben ist. Allerdings hat mir das stilistische Mittel die Tiefgründigkeit genommen, da die Details der Charaktere und Handlungen schnell verloren gegangen sind. Man hatte das Gefühl, dass die einzelnen Handlungen abrupt unterbrochen worden sind.
Zudem hat die Handlung mal wieder verdeutlicht, dass man immer nur das von den Menschen zu sehen bekommt, was dieser zulässt. Man kennt immer nur die halbe Wahrheit und sollte daher keinen verurteilen oder falsch einschätzen. Man weiß nie genau wie der andere ist, solange man sich nicht wirklich kennenlernt.
Was einem beim Lesen auch immer wieder verdeutlicht wurde, ist dass man nicht seine Träume und Wünsche vor sich herschieben sollte. Denn man weiß nie mit Sicherheit, ob es für einen auch ein Morgen gibt. Wenn man etwas wirklich möchte, dann sollte man es auch machen. So kann man nichts bereuen und hat ein erfülltes Leben geführt.