Eindringlich

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libby196 Avatar

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Bereits die ersten Zeilen entfalten eine düstere, geradezu archaische Bildsprache: Schlachten bei Morgengrauen, still sterbende Schafe, Blut und Fliegen. Die Szene ist so drastisch wie hypnotisch. Das Buch beginnt nicht mit einem sanften Einstieg, sondern mit einem brutalen Akt – nicht, um zu schockieren, sondern um unmittelbar in die Körperlichkeit, Erdigkeit und Härte einer ländlichen Lebensrealität einzutauchen. Das wirkt intensiv, kompromisslos, literarisch sehr stark.

Die Sprache ist bildgewaltig, präzise, poetisch in ihrer Direktheit. Der Text schont seine Leser:innen nicht – weder sprachlich noch emotional. Der Stil wechselt zwischen dokumentarischer Klarheit und metaphorischer Tiefe.