Eingeweideschau in Prosa
Dieser Text ist sprachlich beeindruckend – keine Frage. Die Bilder sind kraftvoll, verstörend, oft poetisch auf eine raue, fast körperliche Weise. Und genau da liegt auch der Knackpunkt: Ich schätze die Sprache, aber ich weiß nicht, ob ich mich ihr wirklich aussetzen möchte. Sie schneidet tief, wortwörtlich, und lässt wenig Raum zum Atmen. Der Einstieg über die Schafschlachtung ist eine starke Metapher, aber zugleich auch ein Prüfstein. Die Geschichte wirkt wie ein literarischer Sezierkurs an Herkunft, Trauma und weiblicher Resilienz – dicht, klug, aber auch schwer.
Ich vermute: Es wäre mir auf Dauer zu dicht, zu kunstvoll arrangiert, zu sehr Text über Text. Ich brauche Raum, leise Zwischentöne, eine Linie, an der ich mich festhalten kann. Hier bleibt vieles bewusst fragmentarisch, und das könnte mich eher ermüden als berühren. Also: Ich erkenne die Qualität – aber es ist nicht mein Buch.
Ich vermute: Es wäre mir auf Dauer zu dicht, zu kunstvoll arrangiert, zu sehr Text über Text. Ich brauche Raum, leise Zwischentöne, eine Linie, an der ich mich festhalten kann. Hier bleibt vieles bewusst fragmentarisch, und das könnte mich eher ermüden als berühren. Also: Ich erkenne die Qualität – aber es ist nicht mein Buch.