Mutig werden im Dunkeln – eine liebevolle Geschichte für kleine Ängste

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julia_1311 Avatar

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Mein erster Eindruck von „Wenn kleine Igel mutig sind“ ist unglaublich liebevoll und genau richtig für kleine Kinder, die sich vielleicht vor der Dunkelheit fürchten. Schon das Cover ist ein echter Blickfang: weich gezeichnet, in ruhigen Abendfarben gehalten und mit einem niedlichen kleinen Igel, der sofort Sympathie weckt. Es strahlt Geborgenheit aus und macht direkt Lust auf eine ruhige Vorlesesituation am Abend.

Der Schreibstil ist einfach, klar und sehr einfühlsam. Die kurzen Sätze und lautmalerischen Elemente wie „KNACK“ oder „QUIETSCH“ holen Kinder direkt ab und machen die Geschichte lebendig. Gleichzeitig wird das zentrale Gefühl – Angst im Dunkeln – sehr nachvollziehbar dargestellt. Man spürt richtig, wie das „kleine Igelherz ganz schnell klopft“ .

Der Spannungsaufbau ist sanft und kindgerecht. Statt großer Dramatik begleitet man den Igel Schritt für Schritt auf seiner Suche nach Mut. Besonders schön finde ich, dass verschiedene Lösungswege gezeigt werden: laut sein, Hilfe suchen oder sich Dinge erklären. Nicht alles passt für den Igel, aber vieles hilft ein bisschen – eine sehr wertvolle Botschaft.

Die Figur des kleinen Igels ist sofort greifbar und wirkt authentisch. Seine Unsicherheit, aber auch seine Neugier machen ihn sehr nahbar. Auch die Begegnungen mit anderen Tieren bringen Abwechslung und zeigen unterschiedliche Wege, mit Angst umzugehen.

Ich erwarte eine ruhige, stärkende Geschichte, die Kindern Mut macht und ihnen zeigt, dass Angst völlig normal ist. Weiterlesen würde ich dieses Buch auf jeden Fall, weil es nicht nur eine schöne Geschichte erzählt, sondern gleichzeitig ganz sanft dabei hilft, mit eigenen Ängsten umzugehen – perfekt für die gemeinsame Lesezeit am Abend.