Wut darf sein – und gehen

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Ein kleiner Waschbär ist richtig wütend, weil ihm sein Apfel weggenommen wurde und auf seinem Weg durch den Wald begegnet er verschiedenen Tieren, die alle ganz unterschiedlich mit ihrer Wut umgehen. Ob stampfen, schreien, weinen oder tief durchatmen; jede Begegnung zeigt ihm eine neue Möglichkeit, mit starken Gefühlen umzugehen, bis er schließlich seinen eigenen Weg findet.

Ich fand die Umsetzung unglaublich süß und gleichzeitig richtig alltagsnah. Die Geschichte wirkt zu keiner Zeit belehrend, sondern eher wie ein sanfter Begleiter durch ein Gefühl, das Kinder (und ehrlich gesagt auch Erwachsene) nur zu gut kennen. Die Sprache ist angenehm einfach gehalten, ohne dabei langweilig zu sein. Perfekt zum Vorlesen, aber auch so geschrieben, dass Kinder aktiv mitdenken und sich wiedererkennen können. Was das Buch aber wirklich besonders macht, sind die Illustrationen: warm, weich und total einladend. Sie transportieren die Stimmung richtig gut. Von wütend und aufgebracht bis hin zu ruhig und versöhnt. Man merkt, dass hier viel Herz drinsteckt.

Für mich ist das Buch nicht nur eine schöne Geschichte, sondern auch ein kleiner Türöffner für Gespräche über Gefühle. Gerade im Alltag, wenn die Emotionen mal hochkochen, kann man wunderbar darauf zurückkommen.