Düster, sinnlich und absolut fesselnd – ein gelungener Auftakt!

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ronja97 Avatar

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Schon die ersten Seiten von West of Wicked haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Nikki St. Crowe erschafft eine düstere, sinnliche Atmosphäre, die gleichzeitig vertraut und völlig neu wirkt. Die Mischung aus einer rauen Farmwelt, geheimnisvollen Erinnerungen und einer unterschwelligen Magie sorgt für eine ganz besondere Spannung.

Besonders beeindruckt hat mich die Protagonistin Dorothy, die alles andere als die klassische Heldin ist. Sie ist vielschichtig, innerlich zerrissen und auf der Suche nach sich selbst – was sie unglaublich greifbar macht. Ihre Gedanken und Gefühle wirken authentisch und lassen einen tief in die Geschichte eintauchen.

Auch die Nebenfiguren, vor allem Em und Henry, verleihen der Geschichte Wärme und Tiefe, während gleichzeitig eine unterschwellige Bedrohung mitschwingt. Der Schreibstil ist bildhaft und emotional, ohne überladen zu wirken – man fühlt sich, als wäre man selbst mitten im Geschehen, etwa bei den eindringlichen Sturm-Szenen oder den intensiven Momenten auf der Farm

Besonders neugierig macht der Übergang in die magisch-düstere Welt rund um die Hexen – hier deutet sich ein spannender Konflikt an, der Lust auf mehr macht. Die Leseprobe endet genau an der richtigen Stelle und lässt einen unbedingt weiterlesen wollen!

Für alle, die düstere Fantasy mit emotionaler Tiefe und einer Prise Leidenschaft lieben, ist dieses Buch ein absolutes Highlight.