Ein Auftakt, der nach Freiheit und Pulverfass riecht

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frau_b Avatar

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Nach den ersten 34 Seiten von „West of Wicked“ bin ich schon komplett in dieser düsteren, staubigen Atmosphäre gefangen. Nikki St. Crowe schafft es ab der ersten Seite, dieses raue Western-Feeling mit einer ordentlichen Prise Gefahr und einer fast greifbaren Spannung zu verbinden.
Was mich sofort gepackt hat, ist die Protagonistin. Man spürt, dass sie keine Frau ist, die darauf wartet, gerettet zu werden – sie hat diese harte Schale, die man in dieser gnadenlosen Welt wohl braucht, aber man merkt bereits jetzt, dass unter der Oberfläche noch viel mehr brodelt. Die Dynamik zwischen den Charakteren ist schon auf diesen wenigen Seiten so aufgeladen, dass man förmlich darauf wartet, dass der erste Funke das Pulverfass zur Explosion bringt.
Der Schreibstil ist gewohnt packend und direkt, ohne viel drumherum zu reden, was perfekt zu diesem Setting passt. Ich liebe es, wie die Umgebung beschrieben wird – man hat sofort den Geschmack von Staub und Freiheit auf der Zunge. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt, wie sich die dunklen Geheimnisse entfalten und wer in diesem gefährlichen Spiel am Ende die Oberhand behält. Es fühlt sich definitiv nach einem Buch an, das ich in einem Rutsch durchlesen werde!