Zwischen Sturm, Sehnsucht und dunkler Magie

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suzy27 Avatar

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Der erste Eindruck von West of Wicked ist intensiv, düster und sofort fesselnd. Schon der Einstieg wirkt emotional aufgeladen: Die Szene, in der Dorothy als Kind während eines Sturms von einer fremden Frau zurückgelassen wird, erzeugt direkt eine geheimnisvolle und traurige Stimmung.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und atmosphärisch. Besonders die Beschreibungen des Farmlebens in Kansas wirken realistisch und gleichzeitig bedrückend – man spürt die harte Arbeit, die Sorgen und die leise Hoffnungslosigkeit. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, Dorothys innere Zerrissenheit greifbar zu machen. Sie steht zwischen Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie und dem Wunsch nach einem anderen Leben.

Auch der Spannungsaufbau überzeugt: Zunächst entwickelt sich die Geschichte ruhig, fast alltäglich, doch unterschwellig ist ständig eine gewisse Unruhe spürbar. Spätestens mit dem ungewöhnlichen, glitzernden Tornado kippt die Handlung in eine deutlich düstere, fantastische Richtung, was neugierig auf mehr macht.

Die Charaktere wirken vielschichtig, vor allem Dorothy, die emotional komplex und nicht perfekt ist. Ihre Zweifel, Sehnsüchte und inneren Konflikte machen sie sehr authentisch.

Ich erwarte eine düstere Romantasy mit Geheimnissen, Magie und einer intensiven Liebesgeschichte. Genau diese Mischung aus Emotion, Spannung und Fantasy sorgt dafür, dass ich das Buch unbedingt weiterlesen möchte.