Einfühlsam, nahbar und mitten aus dem Leben
Mich hat sofort berührt, wie Nessy alias Zofia zwischen Mut und Unsicherheit schwankt und versucht, in Berlin ihren Platz zu finden. Die Mischung aus WG-Chaos, Stipendiumsdruck und diesem besonderen roten Kleid fängt das Lebensgefühl zwischen Erwachsenwerden und Selbstfindung wunderbar ein. Besonders stark fand ich die Rückblenden nach Polen und die enge Beziehung zu Babcia, die Familie und Herkunft so warm spürbar machen. Von der Geschichte erwarte ich eine emotionale, moderne Liebesgeschichte mit Tiefgang, in der es um Zugehörigkeit, Identität und alte Wunden geht. Ich würde unglaublich gern weiterlesen, um zu erleben, wie Zofia dem Nils von früher begegnet und ob sie es schafft, wirklich zu sich selbst zu stehen.