Sehnsucht, Schmerz und zweieinhalb Chancen.

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fönbo Avatar

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Wiktoria A. Wieczoreks Schreibstil hat mich ab der ersten Seite der Leseprobe direkt in die emotionale Welt von Aria und Jace hineingezogen. Zwischen den beiden liegt eine tiefe, fast schmerzhafte Geschichte, die weit über oberflächliche Teenie-Romanzen hinausgeht.

Die Atmosphäre wirkt angenehm melancholisch, was perfekt zu den Szenen und der spürbaren Spannung zwischen den Charakteren passt.

Die Autorin beschreibt "Heimat" nicht nur als Ort, sondern als Gefühl zwischen Menschen. Arias Zerrissenheit wird durch kleine Gesten und ihre inneren Monologe sehr greifbar und authentisch transportiert. Jace wirkt als Gegenpart geheimnisvoll und trägt eine Last mit sich, die man als Leserin / Leser unbedingt entschlüsseln möchte.

Die Dialoge fühlen sich lebendig an und gleiten nicht ins Kitschige ab, was dem Genre oft sehr guttut.

Der Lesefluss ist wunderbar flüssig, sodass die Seiten leider viel zu schnell vorbei waren.

Es bleibt die brennende Frage offen, was genau in der Vergangenheit zur Trennung geführt hat und ob Zeit wirklich alle Wunden heilt.

Für Fans von tiefgründiger New Adult Literatur scheint dieses Buch ein absolutes Muss im Regal zu sein.