Zwischen Identität und Herkunft
Die Leseprobe vermittelt einen ruhigen, atmosphärischen Eindruck eines Romans über Identität, Herkunft und den Versuch, sich in einer neuen Umgebung neu zu erfinden. Nessy/Zofia bewegt sich zwischen humorvollen WG‑Momenten und der Schwere ihrer Migrationserfahrung, während Rückblenden nach Polen eine leise Melancholie einbringen. Die Begegnung mit Nils setzt einen klaren Konfliktpunkt: Die mühsam aufgebaute neue Identität gerät ins Wanken, alte Verletzungen brechen auf. Insgesamt wirkt der Text einfühlsam, nah und sorgfältig beobachtet, mit einem feinen Gespür für innere Spannungen und kulturelle Brüche.