Zwischen zwei Namen - wer darf ich sein?

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Das Cover trifft sofort ins Herz: Rot und Blau, zwei Menschen auf einer Couch, Nähe und Distanz zugleich – das ist kein generisches Romancover, das ist eine Stimmung. Die Illustration wirkt handgemacht und warm, und in Kombination mit dem fetten Titel-Lettering entsteht ein Look, der sowohl bookshelf-worthy als auch scrollstoppend auf Instagram ist.

Die Autorin schreibt mit einer Leichtigkeit, die täuscht. Hinter den charmanten Wohngemeinschaftsszenen und dem witzigen Café-Chaos steckt echte emotionale Tiefe. Die zweisprachigen Passagen – polnische Dialoge mit deutscher Übersetzung im Fließtext – sind ein absolutes Highlight: Sie lassen die Sprachbarriere spürbar werden, ohne den Lesefluss zu brechen.

Nessy alias Zofia ist eine Figur, die man sofort ins Herz schließt: klug, sarkastisch, verletzt – und auf der Suche nach einem Ort, der sich wie Zuhause anfühlt. Lena als chaotische, herzliche Mitbewohnerin und Matteo als ehrlicher Vertrauter runden das Ensemble wunderbar ab. Auf Nils bin ich zugleich neugierig und misstrauisch. Ich erwarte eine Geschichte über Identität, Zugehörigkeit und die Frage, wie viel Vergangenheit man hinter sich lassen kann. Und ich will unbedingt wissen, wer am Ende gewinnt: Nessy oder Zofia.