Durchwachsen

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merle123 Avatar

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Heute habe ich wieder eine Rezension für euch. Und zwar geht es um dieses wunderschöne Exemplar: "Where we belong" von Wiktoria A. Wieczorek.
Ich weiß nicht, wie ich die Rezension dieses Mal schreiben soll, weil ich selbst ein bisschen zerrissen bin... Ich fange einfach mal an...

Zofia hat es geschafft – ihr Traum vom Architekturstudium geht endlich in Erfüllung. Doch als sie auf einer Party plötzlich ihrem ehemaligen Mitschüler Nils gegenübersteht, fühlt sie sich mit einem Schlag wieder in die 7. Klasse zurückversetzt. In der Gegenwart muss sie sich nun entscheiden: Kann sie die alten Wunden vergessen – oder ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt, noch bevor sie begonnen hat?

Tja, also Nessy/Zofia finde ich als Person sehr interessant. Aber irgendwie kommt sie nicht gut rüber. Sie könnte tiefgründiger beschrieben werden, das würde besser zu ihr passen, da sie anscheinend viele Gedanken hat, an deren Oberfläche leider nur gekratzt wird. Auch Nils wirkt irgendwie oberflächlich auf mich, irgendwie ist er nicht so toll beschrieben. Er soll tiefgründiger sein, als z.B. seine Eltern, aber ich sehe das nicht richtig in ihm. Irgendwie werde ich leider nicht richtig warm mit den beiden Protagonisten. Die Geschichte ist gut, aber wenn ich das Buch zuklappe, habe ich fast sofort vergessen, wie die beiden heißen😅🙈 sind sie zu oberflächlich beschrieben? Oder geht es nur mir so? Sind meine Ansprüche zu hoch/ausgefallen?
Anders sieht es bei Matteo und Lena aus. Matteo fand ich von Anfang an super interessant. Von ihm würde ich sehr gerne viel mehr lesen. Und Lena mausert sich sehr raus. Am Anfang nur der normale Nebencharakter, wurde sie gegen Ende mein neuer Liebling. Wie sie sich für Nessy einsetzt, ihr ganzes Verhalten Nils und auch Matteo gegenüber, so eine Freundin wünscht man sich! Auch Jonas, Nils Freund, wird im Laufe der Geschichte immer interessanter, auch wenn bei ihm auch nur an der Oberfläche gekratzt wird. Er kommt für mehr Hintergrund einfach zu wenig vor.

Insgesamt finde ich die Storys aus Nessys Sicht an sich interessanter, weil es die Hauptgeschichte ist, die im Jetzt spielt. Aber ich mag Zofia sehr viel lieber, sie ist mir sympathischer, mit ihr kann man sich besser identifizieren. Durch den Wechsel der Zeiten und Perspektiven hat man natürlich eine relativ lange Geschichte, daher fand ich es sehr schade, dass es zu einem so plötzlichen Ende kam/kommen musste. Es ist natürlich logisch, denn jedes Buch endet irgendwann, aber mich hat es so ein bisschen aus der story rausgerissen. Plötzlich herrschte Friede Freude Eierkuchen, was ist mit den Problemen? Sind die so plötzlich vergessen?

Nun bin ich wieder an dem Punkt, wo ich nicht weiß, was ich zu dem Buch sagen soll. Von außen richtig schön, die Grundstory mega interessant, die Umsetzung leider nicht so meins... kann man das verstehen? Kann bitte über die Nebencharaktere noch ein Buch geschrieben werden?