Leise, emotional und mit einer starken Protagonistin

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nicawa Avatar

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„Where We Belong – Bis wir uns fanden“ erzählt die Geschichte von Zofia, die nach Deutschland kommt und sich dort zwischen Herkunft und neuem Leben zurechtfinden muss. Dabei stehen Themen wie Zugehörigkeit, Identität und Ausgrenzung im Mittelpunkt, die sensibel und nachvollziehbar umgesetzt wurden.

Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt gut zur romantischen Grundstimmung der Geschichte, auch wenn ich persönlich es lieber mag, mir die Figuren selbst vorzustellen. Die Gestaltung mit Farbschnitt ist hingegen ein echter Hingucker.

Besonders hervorheben möchte ich die Protagonistin Zofia bzw. Nessy. Ihre Situation und die Verantwortung, die sie trägt, wirken sehr authentisch und verleihen der Geschichte emotionale Tiefe. Sie ist eine Figur, die trotz vieler Herausforderungen ihren Weg geht, was sie für mich greifbar und stark macht. Auch die Nebenfiguren fügen sich gut in die Handlung ein, bleiben jedoch teilweise etwas weniger vielschichtig.

Der Schreibstil von Wiktoria A. Wieczorek ist angenehm leicht und flüssig, wodurch sich das Buch sehr gut lesen lässt. Gleichzeitig sorgt diese Leichtigkeit aber auch dafür, dass einige Aspekte nicht ganz so tief ausgearbeitet wirken, wie sie es hätten sein können. Die Handlung verläuft insgesamt eher ruhig und bleibt in Teilen vorhersehbar, was etwas Spannung nimmt.

Dennoch finde ich das Buch besonders interessant aufgrund seiner thematischen Schwerpunkte. Es verbindet eine Liebesgeschichte mit gesellschaftlich relevanten Themen, ohne dabei zu schwer zu wirken.

Fazit: Ein gefühlvoller Roman mit wichtigen Themen und einer starken Hauptfigur, der sich gut lesen lässt, auch wenn es an manchen Stellen an Tiefe und Spannung fehlt. Empfehlenswert für alle, die emotionale Geschichten mit ernsteren Untertönen mögen.