Sehr fiktive Szenarien regen zum Nachdenken an.

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easymarkt3 Avatar

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Der Thriller über einen überraschenden Klimawandel zu Eiszeitbedingungen und ihren Folgen für Menschheit, Wirtschaft und Politik bringt interessante Denkanstöße. Wie im Nachwort betont, sind manche Schreckensszenarien fiktiv. Künstliche Explosionen im Bergbau können z.B. keine tektonischen Platten verschieben. Dass ein Überleben im ewigen Eis möglich ist, beweisen Inuits. Das Leben an sich würde sich natürlich verändern wie jetzt tatsächlich schon in den wachsenden Wüstenbereichen Afrikas. Aber der Mensch war schon immer flexibel und erfindungsreich.
Die hier geschilderte Gefahrenlage soll eher bedrohliche Sachverhalte wie Rücksichtlosigkeit gegenüber Mensch, Tier und Ressourcen oder die Gier nach weltweiter Macht unter brutaler Ausschöpfung auch technischer Mittel verdeutlichen. Permanent wechselnde Perspektiven vieler Beteiligter in mehreren Städten und Ländern drängen sich aus teils anfänglicher Randposition langsam geschickt ins Zentrum mit ihren Lebensgeschichten. Demgegenüber wirken manche Gespräche des üppig vorgestellten Krisenstabs bisweilen langatmig und offenbaren bisweilen Handlungsunfähigkeit von Politik, Militär und Wissenschaft. Die eingeschobenen Beiträge diverser deutscher Medien stören eher. Das Fachwissen z.B. über Bitcoins und der Spurensuche im Darknet imponiert. Insgesamt erweckt der Sprachstil kreative, realistische Bilder, die besonders stark an derzeitige politische Vorgehensweisen erinnern. 4*