Atmosphärisch und tiefgründig

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noiram Avatar

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Tana French versteht es einfach meisterhaft, von Beginn an eine ganz besondere, fast greifbare Stimmung zu erzeugen. Das ländliche Irland im feuchtkalten November, der feine Nieselregen über Ardnakelty, der Duft von Torfrauch und die bildhaft gezeichnete Natur – man fühlt sich sofort mitten in die Szenerie versetzt.
​Besonders begeistert hat mich das Wiedersehen mit Cal Hooper und der wunderbaren Dynamik der Figuren. Die feine Mischung aus Cals ruhigem Ex-Cop-Instinkt, den lebendigen Teenager-Dialogen im Auto bei Lena und den herrlich authentischen, oft staubtrockenen Kneipengesprächen im Pub lässt die Charaktere sofort extrem lebendig wirken. Da ist unglaublich viel Augenzwinkern und irisches Lokalkolorit im Spiel!
​Man spürt zudem schon ganz subtil, wie sich im Hintergrund wieder erste Spannungen und Geheimnisse im Dorf zusammenbrauen – sei es rund um die Moynihans oder die plötzlichen Landkäufe.
​Der Schreibstil ist wie gewohnt extrem flüssig, fein beobachtet und unheimlich atmosphärisch. Ich bin absolut fasziniert und möchte am liebsten sofort weiterlesen, um zu erfahren, wohin die Reise in Ardnakelty diesmal führt. Für mich ein rundum gelungener Auftakt!