Düster, atmosphärisch und voller unterschwelliger Spannung

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laumannmaxi Avatar

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Schon die Ausgangssituation hat mich sofort neugierig gemacht: Eine junge Frau verschwindet in einer kalten Nacht aus einem kleinen irischen Dorf, kurz bevor sie den Sohn des örtlichen Großgrundbesitzers heiraten soll. Besonders spannend finde ich dabei, dass offenbar nicht nur das Verschwinden von Rachel im Mittelpunkt steht, sondern vor allem die Dorfgemeinschaft selbst und die alten Verbindungen, Loyalitäten und Konflikte, die dort eine Rolle spielen.

Genau diese Atmosphäre spricht mich besonders an. Ardnakelty wirkt wie ein Ort, an dem jeder jeden kennt, gleichzeitig aber vieles unausgesprochen bleibt. Dadurch entsteht für mich eine ganz eigene Spannung: Wem kann man vertrauen? Was wissen die einzelnen Dorfbewohner wirklich? Und welche alten Geschichten könnten durch Rachels Verschwinden wieder ans Licht kommen?

Auch Cal Hooper finde ich als Figur interessant. Als ehemaliger Polizist ist er einerseits prädestiniert dafür, genauer hinzusehen, andererseits scheint er inzwischen selbst Teil dieses komplizierten Geflechts aus Freundschaften und Loyalitäten geworden zu sein. Dass Lena und Trey offenbar wesentlich skeptischer gegenüber dem Dorf und seinen alten Verbindungen sind, verspricht zusätzliche Konflikte.

Ich mag Kriminalromane, bei denen nicht allein die Aufklärung eines Falls im Vordergrund steht, sondern auch Figuren, Beziehungen und gesellschaftliche Strukturen eine wichtige Rolle spielen. Genau danach klingt dieser Roman. Besonders gespannt bin ich darauf, was tatsächlich mit Rachel geschehen ist und welche Abgründe sich hinter der scheinbar eng verbundenen Dorfgemeinschaft verbergen.