Ardnakelty zum Dritten: Ein würdiger Abschluss
Mit dem dritten Band kehrt Tana French nach Ardnakelty zurück, zum Abschluss der Reihe um den Ex-Polizisten Cal Hooper. Ich habe extra vorher auch die ersten beiden Bände gelesen, denke aber, dass sich dieser Band auch ohne Vorwissen gut lesen lässt.
Die Geschichten aus dem kleinen irischen Dorf haben mir außerordentlich gut gefallen. Die Figuren sind lebendig und die Sprache liest sich wunderbar. Besonders die Nebencharaktere mag ich: die Bauern und Schafhirten mit ihren ewig frotzelnden Dialogen, die einfach Spaß machen. Und die Beschreibung der Umgebung macht Lust auf einen Irland-Urlaub.
Gleichzeitig zeigt dieser Band besonders eindrücklich die Abgründe, die sich in einer Dorfgemeinschaft auftun, in der jeder jeden und dessen Opa kennt. Es geht um Loyalität und Macht und alte Verstrickungen, die sich für Außenstehende kaum erkennen lassen. Große Umbrüche polarisieren die Menschen, die Gerüchteküche kocht hoch und droht, so manchen zu verschlingen.
Weniger überzeugt hat mich der eigentliche Fall. Eine junge Frau stirbt, und den Grund dafür fand ich im Nachhinein nicht besonders glaubwürdig. Wie schon in den ersten beiden Bänden ist der Kriminalfall aber nur die Bühne für das Zwischenmenschliche im Dorf und die Entwicklung der Charaktere, und deshalb macht die Lektüre trotzdem Freude.
Übrigens habe ich alle drei Bände als Hörbuch gehört, was ich absolut empfehlen kann. Wolfgang Wagner liest sie großartig.
Die Geschichten aus dem kleinen irischen Dorf haben mir außerordentlich gut gefallen. Die Figuren sind lebendig und die Sprache liest sich wunderbar. Besonders die Nebencharaktere mag ich: die Bauern und Schafhirten mit ihren ewig frotzelnden Dialogen, die einfach Spaß machen. Und die Beschreibung der Umgebung macht Lust auf einen Irland-Urlaub.
Gleichzeitig zeigt dieser Band besonders eindrücklich die Abgründe, die sich in einer Dorfgemeinschaft auftun, in der jeder jeden und dessen Opa kennt. Es geht um Loyalität und Macht und alte Verstrickungen, die sich für Außenstehende kaum erkennen lassen. Große Umbrüche polarisieren die Menschen, die Gerüchteküche kocht hoch und droht, so manchen zu verschlingen.
Weniger überzeugt hat mich der eigentliche Fall. Eine junge Frau stirbt, und den Grund dafür fand ich im Nachhinein nicht besonders glaubwürdig. Wie schon in den ersten beiden Bänden ist der Kriminalfall aber nur die Bühne für das Zwischenmenschliche im Dorf und die Entwicklung der Charaktere, und deshalb macht die Lektüre trotzdem Freude.
Übrigens habe ich alle drei Bände als Hörbuch gehört, was ich absolut empfehlen kann. Wolfgang Wagner liest sie großartig.