Atmosphärisch dicht, aber auch langatmig

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hornita Avatar

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Nach Der Sucher und Feuerjagd ist dies der dritte Roman über den ehemaligen US-Polizisten Cal im irischen Dorf Ardnakelty. Da Jahre zwischen den Erscheinungsterminen liegen ist es mir erst zum Ende klar geworden, dass ich auch die vorherigen Bücher gelesen hatte. Das zeigt, dass man jedes für sich lesen kann. Der Einstieg ist ausführlich, es gibt sehr lange, verschachtelte Sätze und auch die Kapitel sind sehr lang. Dadurch war es anfangs anstrengend, richtig ins Buch zu finden. Das Ganze ist atmosphärisch, aber nicht spannend. Trotzdem werden Druck und Beklemmung, die eine so enge Gemeinschaft verursachen können, sehr gut transportiert. Auch die Rebellion gegen alte, eingefahrene Machtstrukturen jenseits staatlicher Beeinflussung war ein interessantes Thema. Spannung kam bei mir aber erst im letzten Drittel auf. Die Charaktere sind gut getroffen und ich fand auch die Dialoge glaubwürdig und realitätsnah. Es ist aber insgesamt alles sehr langatmig und ausführlich mit vielen Beschreibungen, weshalb ich einen Abzug mache. Der Roman hätte sicher davon profitiert, wenn man ihn gestrafft und gekürzt hätte.