Country life

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fornika Avatar

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Cal war einst Cop in den USA, jetzt bewohnt er einen stillen Hof im irischen Örtchen Ardnakelty. Das Leben der Dorfgemeinschaft wird von der Landwirtschaft, dem Wetter und uralten familiären Banden und Gepflogenheiten geprägt. Doch als die zukünftige Schwiegertochter eines der wichtigsten Männer im Dorf verschwindet, kommen nicht nur Cals Fähigkeiten, sondern ganz eigene Geheimnisse ans Licht.
Mir war vor dem Lesen leider nicht bewusst, dass es bereits weitere Bände um Cal gibt, sodass ich schon das Gefühl hatte, mir würde ab und an etwas an Hintergrund fehlen. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum mich der Roman nicht komplett abholen konnte. French hat einen guten Blick für Beziehungsgeflechte. Die feinen Signale und Eigenheiten der Dorfgemeinschaft bilden eine ganz individuelle Sprache, auf die man sich einlassen muss. Man darf keine nervenzerfetzende Spannung erwarten, alles läuft – ähnlich wie die Kommunikation im Dorf – eher subtil und unter der Oberfläche ab. Das hat durchaus seinen Reiz, kleine Längen gibt es dann aber leider doch. Cal und seine Ziehtochter Trey haben mir gut gefallen, seine Verlobte Lena blieb mir dagegen komplett fremd. Das mag wie gesagt am mangelnden Vorwissen liegen, hat mich dann aber doch etwas fremdeln lassen. Die Entwicklung der Handlung passiert langsam, es bleibt viel Zeit für lokales Flair, und das braucht die Story auch. Die Hinführung zum Ende ist schlüssig, ich hätte mir trotzdem einen anderen Ausgang gewünscht. Die Autorin schafft eine authentische, greifbare Atmosphäre, und so habe ich den Roman trotz kleiner Abstriche wirklich gerne gelesen.