Düster und faszinierend
Tana French schafft es in „Wie ein Fluss in der Nacht“, eine düstere und gleichzeitig faszinierende Atmosphäre aufzubauen. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam, aber genau das hat mir gefallen: Man bekommt nach und nach das Gefühl, dass hinter den Figuren und ihren Beziehungen mehr steckt, als zunächst zu erkennen ist. Besonders spannend fand ich, wie French mit Erinnerungen, Schuld und den Geheimnissen der Vergangenheit spielt. Die Charaktere wirken nicht perfekt, sondern widersprüchlich und dadurch sehr menschlich. An manchen Stellen zieht sich die Handlung zwar etwas, trotzdem wollte ich wissen, wie sich alles auflöst. Insgesamt ein ruhiger, atmosphärischer Kriminalroman, der weniger von Action als von seinen Figuren und der beklemmenden Stimmung lebt. **Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass die Geschichte noch eine Weile im Kopf bleibt.**