Ein Psychodrama vor der rauen irischen Landschaft

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Darum geht es:
Der Ex-Cop Cal Hooper ist nach einigen Jahren inzwischen in die raue Gemeinschaft des irischen Dorfes Ardnakelty aufgenommen worden. So ist es für ihn selbstverständlich, bei der Suche nach der jungen Rachel zu helfen, die in einer kalten Nacht verschwindet. Die folgenden Tage legen die unterschwelligen und seit Jahrzehnten aufgebauten Machtverhältnisse innerhalb des Dorfes offen und Cal wählt eine Seite. Damit bringt er nicht nur sich, sondern auch seine Freundin und seine Ziehtochter in Gefahr.

Mein Eindruck:
Enge Gemeinschaften und raue Landschaften verbinden sich in diesem Buch zu einem Psychodrama, das die Personen in einen Strudel aus Aktionen und Reaktionen zu immer drastischeren Taten führt. Lange zurückgehaltene Feindschaften treten gewaltsam an die Öffentlichkeit und drohen dieses Dorf zu zerreißen. Es liest sich wie ein Sog, aus dem man erst wieder auftauchen kann, wenn die letzte Seite umgeblättert ist. Die in aller Tiefe ausgearbeiteten unterschiedlichen Personen und die Verflechtungen zwischen den Menschen entfalten sich Stück für Stück und jede neue Entdeckung bietet einen weiteren Blickwinkel auf das Geschehen. Und wie selbstverständlich ergänzt die beschriebene irische Landschaft diese Geschichte.

Fazit:
Eine eindringliche Geschichte über Loyalität und der Frage, wie weit man bereit ist zu gehen, um das zu schützen, was man liebt. Intensiv und beunruhigend gut.