Gelungener Abschlussband der Cal Hooper Reihe

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minijane Avatar

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Tana French hat einen einzigartigen Schreibstil, den man als Leser*in auch in diesem 3. und letzten Teil der Cal Hooper Reihe wieder genießen kann.

Sie schreibt sehr atmosphärisch und legt viel Wert auf die Ausarbeitung ihrer Charaktere. Außerdem ist die Autorin eine Meisterin im „Nature writing“.

Man fühlt in ihrem Roman dieses Dorf Ardnakelty, spürt der irischen Seele der Dorfbewohner nach und hat mit Cal Hooper einen Zugezogenen und Ausländer, denn Cal ist Amerikaner, als Hauptperson. Dieser fühlt sich im Abschlussband endlich ein bisschen angekommen in seiner Wahlheimat. Er hat die anfängliche Skepsis der Einheimischen überwunden und mit Lena eine Partnerin aus dem Dorf gefunden und mit Trey eine Ziehtochter, die ihm wirklich ans Herz gewachsen ist. Es könnte also alles schön sein.

Doch dann stirbt die junge Rachel. Sie war mit Eugene liiert, der ihr in Kürze einen Heiratsantrag machen wollte. Eugene‘s Vater, Großgrundbesitzer Tommy, ist der einflussreichste Mann im Ort. Geachtet ist er deswegen nicht unbedingt.

Tommy hat Pläne für Ardnakelty, die ihm viel Geld einbringen würden und den Einwohnern nicht gefallen dürften, sollten diese bekannt werden.

Der Tod der 19jährigen beschäftigt die Dorfgemeinschaft, so dass Cal, der ein ehemaliger Detective ist, privat und in Absprache mit seinem Nachbarn versucht etwas Licht in diesen rätselhaften Fall zu bringen. Offiziell war es Selbstmord, doch kann das sein?

Insgesamt rückt der Kriminalfall in den Hintergrund. Wichtiger sind der Autorin die Beziehungsgeflechte im Dorf. Man darf hier keinen Krimi im eigentlichen Sinn erwarten oder gar einen Thriller.

Ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte, und ein paar unerwartete Wendungen hatte die Geschichte natürlich auch zu bieten.

Tana French‘s Bücher begleiten mich schon viele Jahre und sind durch ihren besonderen Schreibstil für mich immer wieder ein Erlebnis, so auch dieser gelungene Abschlussband der Cal Hooper Reihe.