Gesellschaftsdrama
Rachel Holohan ist verschwunden. Weder ist sie telefonisch erreichbar noch wissen ihre Freunde, wo sie sein könnte. Es ist mitten in der Nacht, als sich ein Suchtrupp aufmacht, das weitläufige Gebiet, in dem sie vermutet wird, zu durchkämmen.
„Wie ein Fluss in der Nacht“ ist das dritte Buch um den Ex-Cop Cal Hooper, den es vor dreieinhalb Jahren in das irische Dorf Ardnakelty verschlagen hat. Wer die beiden Vorgängerbände kennt, weiß um seinen Weg hierher, ich aber betrete sozusagen Neuland, „Feuerjagd“ und „Der Sucher“ habe ich nicht gelesen. Und doch bin ich bald drin, beobachte die Dorfgemeinschaft, die in zwei Lager gespalten ist. Da ist Tommy Moynihan, der Großgrundbesitzer mit ambitionierten Plänen, an dem keiner vorbeikommt. „Man pinkelt einem Tommy Moynihan nicht gegens Bein“ sagt Mart, den ich als jemanden kennenlerne, der genau weiß, was hier läuft. Auch Cals Ziehtochter Trey ist in die Suche um die Vermisste involviert, später dann mischt sie mit ihren Freunden mit, um den oder die Schuldige(n) zu finden, denn…
…Rachel wird tot aufgefunden und schon brodelt die Gerüchteküche. Ihre Hochzeit mit Tommys Sohn Eugene stand an, kurz vor ihrem Verschwinden war sie noch bei Lena, Cals Verlobte, auch wird bekannt, dass Rachel und Eugene sich auf der Brücke am Fluss treffen wollten. Was ist in dieser Nacht geschehen? Von Suizid ist die Rede, auch von Mord. War es ein tragischer Unfall? Gar ein Eifersuchtsdrama?
Rund um die Aufklärung von Rachels Tod entfaltet sich ein gesellschaftliches Drama, das menschliche Abgründe offenbart. Die Geschichte baut sich langsam auf, sie wirft viele Fragen auf, wird zunehmend intensiver. Gerüchte werden gestreut, Schmutzkampagnen gefahren, das Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, drängt immer mehr an die Oberfläche. Es ist ein schleichender Prozess, der hier in Gang gesetzt wird, den niemand zu stoppen vermag.
Der Roman legt die Machtstrukturen dieses irischen Dorfes offen, es geht um ein unerbittliches Gegeneinander, aber auch um den Zusammenhalt, um das Miteinander. Tana French lässt sich und ihren Lesern Zeit, die familiären und die freundschaftlichen Zusammenhänge und auch jene, die Feindschaft verbunden sind, kennenzulernen. Die Spannung baut sich dadurch eher langsam auf, die Suche nach der Todesursache schimmert zwar stets durch, jedoch ist es eher der kritische Blick hinter die Dorfkulisse, der letztendlich zielführend ist. Zuweilen ist mir die Suche nach dem/nach den Schuldigen zwischen den hartgesottenen Akteuren zu ausführlich, zu langatmig. Und doch drängt es mich weiter, bis zum bitteren Ende, das mich sehr nachdenklich zurücklässt, das die ganze Tragik dieses Dorfes und seiner Bewohner in sich trägt.
„Wie ein Fluss in der Nacht“ ist das dritte Buch um den Ex-Cop Cal Hooper, den es vor dreieinhalb Jahren in das irische Dorf Ardnakelty verschlagen hat. Wer die beiden Vorgängerbände kennt, weiß um seinen Weg hierher, ich aber betrete sozusagen Neuland, „Feuerjagd“ und „Der Sucher“ habe ich nicht gelesen. Und doch bin ich bald drin, beobachte die Dorfgemeinschaft, die in zwei Lager gespalten ist. Da ist Tommy Moynihan, der Großgrundbesitzer mit ambitionierten Plänen, an dem keiner vorbeikommt. „Man pinkelt einem Tommy Moynihan nicht gegens Bein“ sagt Mart, den ich als jemanden kennenlerne, der genau weiß, was hier läuft. Auch Cals Ziehtochter Trey ist in die Suche um die Vermisste involviert, später dann mischt sie mit ihren Freunden mit, um den oder die Schuldige(n) zu finden, denn…
…Rachel wird tot aufgefunden und schon brodelt die Gerüchteküche. Ihre Hochzeit mit Tommys Sohn Eugene stand an, kurz vor ihrem Verschwinden war sie noch bei Lena, Cals Verlobte, auch wird bekannt, dass Rachel und Eugene sich auf der Brücke am Fluss treffen wollten. Was ist in dieser Nacht geschehen? Von Suizid ist die Rede, auch von Mord. War es ein tragischer Unfall? Gar ein Eifersuchtsdrama?
Rund um die Aufklärung von Rachels Tod entfaltet sich ein gesellschaftliches Drama, das menschliche Abgründe offenbart. Die Geschichte baut sich langsam auf, sie wirft viele Fragen auf, wird zunehmend intensiver. Gerüchte werden gestreut, Schmutzkampagnen gefahren, das Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, drängt immer mehr an die Oberfläche. Es ist ein schleichender Prozess, der hier in Gang gesetzt wird, den niemand zu stoppen vermag.
Der Roman legt die Machtstrukturen dieses irischen Dorfes offen, es geht um ein unerbittliches Gegeneinander, aber auch um den Zusammenhalt, um das Miteinander. Tana French lässt sich und ihren Lesern Zeit, die familiären und die freundschaftlichen Zusammenhänge und auch jene, die Feindschaft verbunden sind, kennenzulernen. Die Spannung baut sich dadurch eher langsam auf, die Suche nach der Todesursache schimmert zwar stets durch, jedoch ist es eher der kritische Blick hinter die Dorfkulisse, der letztendlich zielführend ist. Zuweilen ist mir die Suche nach dem/nach den Schuldigen zwischen den hartgesottenen Akteuren zu ausführlich, zu langatmig. Und doch drängt es mich weiter, bis zum bitteren Ende, das mich sehr nachdenklich zurücklässt, das die ganze Tragik dieses Dorfes und seiner Bewohner in sich trägt.