Schöner Krimi

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hope08 Avatar

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Ich habe bereits viel von Tana French gehört, aber bisher noch keines ihrer Bücher selbst gelesen. Zuerst ist mir ihr besonderer Schreibstil aufgefallen. Relativ beschreibend und etwas malerisch. Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen. Die Charaktere sind ausgefeilt und erscheinen eher komplex, man merkt, wie viel Herzblut in die Geschichte geflossen ist. Ich fand Cal und Lena von Anfang an ziemlich sympathisch.

Das Cover passt sehr gut zu den anderen Büchern von Tana French. Das relativ schlichte Design mit dem Herausstechenden Gelb für den Buchrücken und den Namen der Autorin gefallen mir gut. Die Figuren können den Lesenden bereits aus den letzten beiden Krimis kennen. Wem sie noch nicht vertraut sind, der kommt jedoch auch in dieses Buch ziemlich schnell hinein. Die vorherigen Bände muss man demnach nicht notwendigerweise für dieses Buch gelesen haben, die Geschichten handeln von in sich abgeschlossenen Fällen.

Mir persönlich war es etwas zu viel drum herum, die Geschichte entwickelt sich in einem langsamen Tempo mit eher weniger Action. Es wird viel von den Leuten in Ardnakelty gesprochen. Die Familienbeziehungen und anderer Tratsch sind da immer wieder präsent, das muss man mögen. Dadurch habe ich die Geschichte zwar als interessant, aber nicht als sehr spannend empfunden. Dennoch war die Motivation weiterzulesen hoch, weil man sich mit den Charakteren und der Geschichte verbunden fühlt. Als „Thriller“ würde ich persönlich dieses Buch nicht bezeichnen, auf dem Cover steht „Roman“, das finde ich passender.

Insgesamt war es ein schöner Krimi mit etwas zu viel Dorffeeling für meinen Geschmack. Wem das gut gefällt, der wird diesen Krimi mögen. Ich kann leider noch keinen Vergleich zu den anderen Büchern von Tana French ziehen, werde aber weitere Bücher von ihr lesen. Von mir gibt es 3,5 Sterne für dieses Buch.