Tana French schafft es einfach, eine ganz eigene Stimmung aufzubauen

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die.leseratte Avatar

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Tana French schafft es einfach, eine ganz eigene Stimmung aufzubauen. Auch hier hatte ich wieder dieses Gefühl, dass unter der Oberfläche ständig irgendetwas brodelt. Es ist nicht unbedingt ein Buch, bei dem man von einem Cliffhanger zum nächsten gejagt wird – vielmehr lebt die Geschichte von ihrer Atmosphäre und den Figuren.
„Wie ein Fluss in der Nacht“ ist für mich weniger ein klassischer Thriller, bei dem ständig etwas passiert, sondern vielmehr eine ziemlich intensive Geschichte über Beziehungen, Geheimnisse und die Abgründe, die sich hinter einer scheinbar normalen Fassade verstecken können.
Die Stimmung ist von Anfang an irgendwie unheilvoll und zieht einen langsam, aber sicher hinein.
Ich mochte besonders, dass die Charaktere nicht so glatt und vorhersehbar sind. Jeder hat seine Geheimnisse und seine ganz eigene Geschichte, und genau das macht das Ganze so interessant. Gleichzeitig muss man sich ein bisschen auf das eher ruhige Erzähltempo einlassen.
Zwischendurch hätte es für mich ruhig etwas mehr Tempo geben dürfen.
Trotzdem hat mich das Buch immer wieder zurückgezogen. Diese Mischung aus Spannung, menschlichen Abgründen und der leicht düsteren Atmosphäre funktioniert bei Tana French einfach richtig gut.
Für mich kein superschneller Thriller, aber definitiv eine Geschichte, die sich langsam entfaltet und nach dem Lesen noch ein bisschen im Kopf bleibt.

4 von 5 ⭐