Zwischenmenschlicher Krimi
Was sich zunächst wie ein Krimi angefühlt hat, entwickelte sich im Laufe des Lesens zunehmend zu einem Roman, in dem weniger die Aufklärung von Rachels Tod im Vordergrund stand als die Motive dahinter und wie die Bewohner des irischen Dorfes damit umgehen würden. In einem kleinen Dorf ist die Erzählung fast zwangsläufig geprägt von zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikten. Für einen Roman über Zwischenmenschliches war mir das Buch nicht tiefgehend genug, für einen Kriminalroman nicht spannend genug. Daher hat die Lektüre mir nur mäßig gefallen. In vielerlei Hinsicht endet das Buch auch unvollendet, daher erwarte ich einen vierten Band der Reihe um Cal Hooper. Gefallen hat mir an dem Buch genau das richtige Maß an irischen Mystischen und die Art und Weise, wie der Amerikaner Cal damit umgeht. Es hat in mir die Lust erweckt, die irische Westküste zu bereisen.