Niedliches Buch über Gefühle
1) Kurze Inhaltsbeschreibung
„Wie schön, dass es MICH gibt“ ist kein klassisches Bilderbuch mit einer durchgehenden Handlung. Stattdessen zeigt jede Doppelseite eine alltägliche Situation und verbindet sie mit einem kurzen Reim, einer positiven Affirmation und einer Frage zum Weiterreden.
Die Szenen sind nah an der Lebenswelt kleiner Kinder, zum Beispiel der Morgenkreis in der Kita, ein umgekipptes Glas am Esstisch oder ein Kuscheltier, das nicht geteilt werden möchte. So werden Gefühle wie Mut, Ärger, Unsicherheit oder Traurigkeit kindgerecht sichtbar gemacht.
2) Cover und Gestaltung
Das stabile Pappbilderbuch hat ein buntes, freundliches Cover, auf dem Kinder mit unterschiedlichen Gefühlen zu sehen sind. Die Gestaltung macht sofort deutlich, dass es im Buch um Gefühle und Selbstwahrnehmung geht.
Besonders positiv ist die Vielfalt der dargestellten Kinder. Auf dem Cover sind nicht nur unterschiedliche Hautfarben zu sehen, sondern auch verschiedene Körpermerkmale, etwa ein Rollstuhl und ein Augenpflaster. Das ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass sich möglichst viele Kinder im Buch wiedererkennen können.
Die Farben sind kräftig, freundlich und altersgerecht. Das Format ist handlich und robust genug für kleine Hände sowie für den Einsatz in Kita oder Familie.
3) Illustrationen
Die Illustrationen von Anna Lisicki-Hehn sind klar und übersichtlich, enthalten aber zugleich viele kleine Details. Jede Doppelseite hat eine dominierende Farbe und wird durch farbige „Blendflecken“ ergänzt.
Diese Flecken haben mich persönlich zunächst etwas irritiert. Sie wirken stellenweise wie ein zusätzlicher grafischer Effekt, der die Szene eher überlagert als unterstützt. Gleichzeitig können sie die Bilder auflockern und eine verspielte, kindliche Atmosphäre schaffen. Ob sie als Bereicherung oder Störung wahrgenommen werden, ist sicher auch Geschmackssache.
Stark gelungen ist die Mimik und Gestik der Kinder. Gefühle sind klar erkennbar, sodass schon kleine Kinder die Szenen verstehen können. Die Details helfen dabei, die Aufmerksamkeit zu halten. Auf einer Doppelseite findet sich beispielsweise ein „Mäusehaus“, das an eine Wichteltür erinnert. Diese kleine Maus taucht auf jeder Doppelseite auf, mal deutlicher und mal besser versteckt.
Besonders hervorzuheben ist die vielfältige Darstellung der Kinder. Verschiedene Hautfarben, Körper und Lebensrealitäten werden selbstverständlich gezeigt. Das fördert Sichtbarkeit und kann nebenbei Toleranz und Akzeptanz unterstützen.
4) Thema und Umsetzung der Geschichte
Das Buch möchte Kinder früh dabei unterstützen, ihre Gefühle wahrzunehmen, sie zu benennen und sich selbst wertzuschätzen. Dafür werden zehn kurze Alltagssituationen mit Mutmachsätzen verbunden.
Gut gelungen ist die Verbindung aus Situation, Affirmation und Gesprächsfrage. Die Affirmationen geben dabei keine fertige Bewertung vor, sondern laden dazu ein, sich selbst und die eigenen Gefühle ernst zu nehmen.
Besonders praktisch finde ich, dass jede Doppelseite mit einer Frage endet. So entsteht kein reines Vorlesen, sondern ein gemeinsames Gespräch. Eltern, Großeltern oder pädagogische Fachkräfte können direkt nachfragen, wie das Kind die Situation erlebt hätte und welche Gefühle dabei aufgetreten sind.
5) Sprache und Schreibstil
Jede Doppelseite besteht aus einem vierzeiligen Reim, einer Affirmation und einer Frage zur dargestellten Situation. Die Struktur ist dadurch klar wiedererkennbar und gibt dem Vorlesen einen ruhigen Rhythmus.
Die Reime fand ich beim ersten Lesen teilweise etwas holprig. Beim zweiten Durchgang haben sie sich allerdings besser angehört. Sie sind kurz, einfach und für die Zielgruppe gut verständlich.
Das sprachliche Niveau passt zur Altersangabe ab 2 Jahren. Auch die Fragen sind leicht formuliert und regen Kinder zum Erzählen an, ohne sie zu überfordern.
6) Vorleseerfahrung und Reaktion des Kindes
Mein dreijähriges Kind hat dem Vorgelesenen aufmerksam zugehört und die Fragen mal ausführlicher, mal knapper beantwortet. Einige der dargestellten Situationen kannte es aus dem eigenen Alltag und erzählte spontan davon.
Gemeinsam haben wir überlegt, wie sich mein Kind in den Situationen gefühlt hätte und ob das Kind im Buch vielleicht ähnliche Gefühle hatte. Die klare Mimik der Illustrationen hat dabei geholfen, Gefühle zu erkennen und darüber zu sprechen.
Das Buch funktioniert gut in kurzen Vorlesemomenten. Man muss es nicht an einem Stück lesen, sondern kann gezielt eine Doppelseite aufschlagen, wenn ein Thema gerade passt.
7) Fazit und Empfehlung
„Wie schön, dass es MICH gibt“ ist ein liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch, das Kinder früh für ihre Gefühle sensibilisieren und ihr Selbstwertgefühl stärken möchte. Die Kombination aus Alltagsszenen, Reimen, Affirmationen und Gesprächsfragen ist durchdacht und gut umgesetzt.
Besonders überzeugend sind die vielfältigen Kinderdarstellungen. Verschiedene Hautfarben, Körpermerkmale und Lebenssituationen werden selbstverständlich gezeigt, ohne belehrend zu wirken. Das macht das Buch zu einer guten Grundlage für Gespräche über Gefühle, Unterschiede und Zugehörigkeit.
Kleine Einschränkung: Die farbigen „Blendflecken“ in den Illustrationen haben mich persönlich nicht immer überzeugt, und einzelne Reime wirken beim ersten Lesen etwas holprig. Das nimmt dem Buch jedoch nicht seinen Nutzen.
Das Buch eignet sich gut für kurze Vorlese- und Kuschelmomente zu Hause sowie für Kita, Spielgruppe oder andere Betreuungssituationen.
„Wie schön, dass es MICH gibt“ ist kein klassisches Bilderbuch mit einer durchgehenden Handlung. Stattdessen zeigt jede Doppelseite eine alltägliche Situation und verbindet sie mit einem kurzen Reim, einer positiven Affirmation und einer Frage zum Weiterreden.
Die Szenen sind nah an der Lebenswelt kleiner Kinder, zum Beispiel der Morgenkreis in der Kita, ein umgekipptes Glas am Esstisch oder ein Kuscheltier, das nicht geteilt werden möchte. So werden Gefühle wie Mut, Ärger, Unsicherheit oder Traurigkeit kindgerecht sichtbar gemacht.
2) Cover und Gestaltung
Das stabile Pappbilderbuch hat ein buntes, freundliches Cover, auf dem Kinder mit unterschiedlichen Gefühlen zu sehen sind. Die Gestaltung macht sofort deutlich, dass es im Buch um Gefühle und Selbstwahrnehmung geht.
Besonders positiv ist die Vielfalt der dargestellten Kinder. Auf dem Cover sind nicht nur unterschiedliche Hautfarben zu sehen, sondern auch verschiedene Körpermerkmale, etwa ein Rollstuhl und ein Augenpflaster. Das ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass sich möglichst viele Kinder im Buch wiedererkennen können.
Die Farben sind kräftig, freundlich und altersgerecht. Das Format ist handlich und robust genug für kleine Hände sowie für den Einsatz in Kita oder Familie.
3) Illustrationen
Die Illustrationen von Anna Lisicki-Hehn sind klar und übersichtlich, enthalten aber zugleich viele kleine Details. Jede Doppelseite hat eine dominierende Farbe und wird durch farbige „Blendflecken“ ergänzt.
Diese Flecken haben mich persönlich zunächst etwas irritiert. Sie wirken stellenweise wie ein zusätzlicher grafischer Effekt, der die Szene eher überlagert als unterstützt. Gleichzeitig können sie die Bilder auflockern und eine verspielte, kindliche Atmosphäre schaffen. Ob sie als Bereicherung oder Störung wahrgenommen werden, ist sicher auch Geschmackssache.
Stark gelungen ist die Mimik und Gestik der Kinder. Gefühle sind klar erkennbar, sodass schon kleine Kinder die Szenen verstehen können. Die Details helfen dabei, die Aufmerksamkeit zu halten. Auf einer Doppelseite findet sich beispielsweise ein „Mäusehaus“, das an eine Wichteltür erinnert. Diese kleine Maus taucht auf jeder Doppelseite auf, mal deutlicher und mal besser versteckt.
Besonders hervorzuheben ist die vielfältige Darstellung der Kinder. Verschiedene Hautfarben, Körper und Lebensrealitäten werden selbstverständlich gezeigt. Das fördert Sichtbarkeit und kann nebenbei Toleranz und Akzeptanz unterstützen.
4) Thema und Umsetzung der Geschichte
Das Buch möchte Kinder früh dabei unterstützen, ihre Gefühle wahrzunehmen, sie zu benennen und sich selbst wertzuschätzen. Dafür werden zehn kurze Alltagssituationen mit Mutmachsätzen verbunden.
Gut gelungen ist die Verbindung aus Situation, Affirmation und Gesprächsfrage. Die Affirmationen geben dabei keine fertige Bewertung vor, sondern laden dazu ein, sich selbst und die eigenen Gefühle ernst zu nehmen.
Besonders praktisch finde ich, dass jede Doppelseite mit einer Frage endet. So entsteht kein reines Vorlesen, sondern ein gemeinsames Gespräch. Eltern, Großeltern oder pädagogische Fachkräfte können direkt nachfragen, wie das Kind die Situation erlebt hätte und welche Gefühle dabei aufgetreten sind.
5) Sprache und Schreibstil
Jede Doppelseite besteht aus einem vierzeiligen Reim, einer Affirmation und einer Frage zur dargestellten Situation. Die Struktur ist dadurch klar wiedererkennbar und gibt dem Vorlesen einen ruhigen Rhythmus.
Die Reime fand ich beim ersten Lesen teilweise etwas holprig. Beim zweiten Durchgang haben sie sich allerdings besser angehört. Sie sind kurz, einfach und für die Zielgruppe gut verständlich.
Das sprachliche Niveau passt zur Altersangabe ab 2 Jahren. Auch die Fragen sind leicht formuliert und regen Kinder zum Erzählen an, ohne sie zu überfordern.
6) Vorleseerfahrung und Reaktion des Kindes
Mein dreijähriges Kind hat dem Vorgelesenen aufmerksam zugehört und die Fragen mal ausführlicher, mal knapper beantwortet. Einige der dargestellten Situationen kannte es aus dem eigenen Alltag und erzählte spontan davon.
Gemeinsam haben wir überlegt, wie sich mein Kind in den Situationen gefühlt hätte und ob das Kind im Buch vielleicht ähnliche Gefühle hatte. Die klare Mimik der Illustrationen hat dabei geholfen, Gefühle zu erkennen und darüber zu sprechen.
Das Buch funktioniert gut in kurzen Vorlesemomenten. Man muss es nicht an einem Stück lesen, sondern kann gezielt eine Doppelseite aufschlagen, wenn ein Thema gerade passt.
7) Fazit und Empfehlung
„Wie schön, dass es MICH gibt“ ist ein liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch, das Kinder früh für ihre Gefühle sensibilisieren und ihr Selbstwertgefühl stärken möchte. Die Kombination aus Alltagsszenen, Reimen, Affirmationen und Gesprächsfragen ist durchdacht und gut umgesetzt.
Besonders überzeugend sind die vielfältigen Kinderdarstellungen. Verschiedene Hautfarben, Körpermerkmale und Lebenssituationen werden selbstverständlich gezeigt, ohne belehrend zu wirken. Das macht das Buch zu einer guten Grundlage für Gespräche über Gefühle, Unterschiede und Zugehörigkeit.
Kleine Einschränkung: Die farbigen „Blendflecken“ in den Illustrationen haben mich persönlich nicht immer überzeugt, und einzelne Reime wirken beim ersten Lesen etwas holprig. Das nimmt dem Buch jedoch nicht seinen Nutzen.
Das Buch eignet sich gut für kurze Vorlese- und Kuschelmomente zu Hause sowie für Kita, Spielgruppe oder andere Betreuungssituationen.