Ein Thema, über das ich bisher viel zu wenig nachgedacht habe
Schon der Einstieg von Wie viele Leben kostet ein Karat? hat mich direkt gepackt. Guya Merkle nimmt einen mit in eine Goldmine in Peru und beschreibt sehr anschaulich, unter welchen Bedingungen dort Gold gewonnen wird. Besonders erschreckend fand ich den völlig selbstverständlichen Umgang mit Quecksilber: Während eine Hand geschützt wird, rührt der Minenarbeiter mit der anderen ungeschützt darin und atmet später beim Erhitzen auch noch die entstehenden Dämpfe ein. Dass genau dieser Moment für die Autorin zum Wendepunkt wurde, konnte ich sehr gut nachvollziehen.
Was mir an der Leseprobe besonders gefällt, ist, dass das Buch trotzdem nicht wie ein trockenes Sachbuch wirkt. Guya Merkle erzählt sehr persönlich und nahbar und verbindet ihre eigenen Erlebnisse mit den Hintergründen der Goldindustrie. Ihre Familiengeschichte fand ich dabei fast genauso spannend wie das eigentliche Thema. Sie wächst selbst in der Schmuckbranche auf, erlebt Gold, Diamanten und Luxus von klein auf als etwas völlig Selbstverständliches und beginnt erst viel später zu hinterfragen, wo all diese Rohstoffe eigentlich herkommen.
Besonders berührt hat mich der Tod ihres Vaters. Mit gerade einmal 21 Jahren erbt sie nicht nur sein Vermögen, sondern plötzlich auch eine Verantwortung, auf die sie überhaupt nicht vorbereitet ist. Dass sie anschließend versucht, sein Unternehmen weiterzuführen, obwohl ihr sowohl die Erfahrung als auch die wirkliche Verbindung zu dieser Welt fehlen, macht ihre Geschichte sehr menschlich. Am Ende scheitert sie damit – und genau dieses vermeintliche Scheitern führt sie schließlich auf den Weg, der später zu ihrer eigentlichen Aufgabe wird.
Sehr interessant fand ich außerdem, dass die Autorin die Situation beim Goldabbau nicht einfach in Schwarz und Weiß einteilt. Die Menschen in der peruanischen Mine wollen den Goldabbau beispielsweise gar nicht abschaffen. Sie leben teilweise seit Generationen davon und wünschen sich stattdessen bessere Bezahlung, Sicherheit, Zugang zu offiziellen Märkten und Alternativen zum Quecksilber. Kurz darauf besucht Merkle eine zertifizierte Mine und zeigt, dass zumindest andere Strukturen möglich sind.
Auch sprachlich gefällt mir die Leseprobe sehr gut. Trotz der teilweise schweren Themen schreibt Guya Merkle locker, verständlich und immer wieder mit einer kleinen Portion Selbstironie. Dadurch hatte ich nie das Gefühl, mit Fakten überschüttet oder belehrt zu werden. Gleichzeitig schafft sie es, dass ich beim Lesen automatisch angefangen habe, meinen eigenen Umgang mit Gold zu hinterfragen.
Besonders spannend finde ich deshalb die Frage, die letztlich schon im Titel steckt: Welchen tatsächlichen Preis zahlen andere Menschen für etwas, das für uns vor allem für Schönheit, Wohlstand und Luxus steht? Der Gegensatz könnte kaum größer sein. Genau darüber möchte ich nach dieser Leseprobe unbedingt mehr erfahren.
Eine sehr persönliche und gleichzeitig aufrüttelnde Leseprobe über ein Thema, mit dem wir vermutlich alle Berührungspunkte haben, über dessen Hintergründe ich mir bisher aber viel zu wenige Gedanken gemacht habe. Gerade diese Mischung aus persönlicher Lebensgeschichte, Goldindustrie und globaler Ungerechtigkeit macht mich sehr neugierig auf das gesamte Buch.
Was mir an der Leseprobe besonders gefällt, ist, dass das Buch trotzdem nicht wie ein trockenes Sachbuch wirkt. Guya Merkle erzählt sehr persönlich und nahbar und verbindet ihre eigenen Erlebnisse mit den Hintergründen der Goldindustrie. Ihre Familiengeschichte fand ich dabei fast genauso spannend wie das eigentliche Thema. Sie wächst selbst in der Schmuckbranche auf, erlebt Gold, Diamanten und Luxus von klein auf als etwas völlig Selbstverständliches und beginnt erst viel später zu hinterfragen, wo all diese Rohstoffe eigentlich herkommen.
Besonders berührt hat mich der Tod ihres Vaters. Mit gerade einmal 21 Jahren erbt sie nicht nur sein Vermögen, sondern plötzlich auch eine Verantwortung, auf die sie überhaupt nicht vorbereitet ist. Dass sie anschließend versucht, sein Unternehmen weiterzuführen, obwohl ihr sowohl die Erfahrung als auch die wirkliche Verbindung zu dieser Welt fehlen, macht ihre Geschichte sehr menschlich. Am Ende scheitert sie damit – und genau dieses vermeintliche Scheitern führt sie schließlich auf den Weg, der später zu ihrer eigentlichen Aufgabe wird.
Sehr interessant fand ich außerdem, dass die Autorin die Situation beim Goldabbau nicht einfach in Schwarz und Weiß einteilt. Die Menschen in der peruanischen Mine wollen den Goldabbau beispielsweise gar nicht abschaffen. Sie leben teilweise seit Generationen davon und wünschen sich stattdessen bessere Bezahlung, Sicherheit, Zugang zu offiziellen Märkten und Alternativen zum Quecksilber. Kurz darauf besucht Merkle eine zertifizierte Mine und zeigt, dass zumindest andere Strukturen möglich sind.
Auch sprachlich gefällt mir die Leseprobe sehr gut. Trotz der teilweise schweren Themen schreibt Guya Merkle locker, verständlich und immer wieder mit einer kleinen Portion Selbstironie. Dadurch hatte ich nie das Gefühl, mit Fakten überschüttet oder belehrt zu werden. Gleichzeitig schafft sie es, dass ich beim Lesen automatisch angefangen habe, meinen eigenen Umgang mit Gold zu hinterfragen.
Besonders spannend finde ich deshalb die Frage, die letztlich schon im Titel steckt: Welchen tatsächlichen Preis zahlen andere Menschen für etwas, das für uns vor allem für Schönheit, Wohlstand und Luxus steht? Der Gegensatz könnte kaum größer sein. Genau darüber möchte ich nach dieser Leseprobe unbedingt mehr erfahren.
Eine sehr persönliche und gleichzeitig aufrüttelnde Leseprobe über ein Thema, mit dem wir vermutlich alle Berührungspunkte haben, über dessen Hintergründe ich mir bisher aber viel zu wenige Gedanken gemacht habe. Gerade diese Mischung aus persönlicher Lebensgeschichte, Goldindustrie und globaler Ungerechtigkeit macht mich sehr neugierig auf das gesamte Buch.