Der Goldabbau glänzt nicht...
"Wie viele Leben kostet ein Karat?" kommt im schönen "Farbschnitt" (schwarz) mit Leseband. Optisch macht es wirklich etwas her. Sozusagen ein Schmuckstück - denn mit Schmuckstücken verbindet man Erinnerungen.
Die Geschichte des Goldes bzw. v.a die Abbauverfahren und die Endlichkeit des Abbaus waren mir nie so bewusst. Der sachliche Hintergrund wird sehr gut und interessant ohne Infodumps bzw. ohne Überforderung der LeserInnen dargestellt. Der "Goldstandard" unseres Währungssystems wird klar. Gold als Sicherheit mit unsicheren Abbaubedingungen wird gekonnt als Paradoxon dargestellt.
Das Politikum Gold, mit dem sich über die Ausbeutung auch noch Kriege finanzieren lassen, wird klar.
Lösungen, um einen quasi Goldstandard für den Goldabbau zu schaffen, nennt die Autorin auch: sie engagierte sich für alternative Projekte, Fairtrade-Gold und Recycling von Gold in alten Handys. Alles davon kann jedoch nur Teil der Lösung sein. Problem bleibt aber in unsicheren Zeiten: je wertvoller bzw. teurer das Gold, desto lukrativer wird ein Abbau, egal zu welchen Bedingungen. Insgesamt ein spannendes und wichtiges Thema, das sehr gut dargestellt wird. Ein bisschen Eigenwerbung, wie es mit Gold verantwortungsvoller funktionieren kann, darf da auch dabei sein. Einzig für das Format Buch finde ich den Inhalt etwas kurz, da wäre vielleicht eine Kolumne über mehrere Wochen besser gewesen- obwohl es eine Reportage ja auch schon gibt. Deshalb theoretische 4,4 Punkte, abgerundet auf 4.
Die Geschichte des Goldes bzw. v.a die Abbauverfahren und die Endlichkeit des Abbaus waren mir nie so bewusst. Der sachliche Hintergrund wird sehr gut und interessant ohne Infodumps bzw. ohne Überforderung der LeserInnen dargestellt. Der "Goldstandard" unseres Währungssystems wird klar. Gold als Sicherheit mit unsicheren Abbaubedingungen wird gekonnt als Paradoxon dargestellt.
Das Politikum Gold, mit dem sich über die Ausbeutung auch noch Kriege finanzieren lassen, wird klar.
Lösungen, um einen quasi Goldstandard für den Goldabbau zu schaffen, nennt die Autorin auch: sie engagierte sich für alternative Projekte, Fairtrade-Gold und Recycling von Gold in alten Handys. Alles davon kann jedoch nur Teil der Lösung sein. Problem bleibt aber in unsicheren Zeiten: je wertvoller bzw. teurer das Gold, desto lukrativer wird ein Abbau, egal zu welchen Bedingungen. Insgesamt ein spannendes und wichtiges Thema, das sehr gut dargestellt wird. Ein bisschen Eigenwerbung, wie es mit Gold verantwortungsvoller funktionieren kann, darf da auch dabei sein. Einzig für das Format Buch finde ich den Inhalt etwas kurz, da wäre vielleicht eine Kolumne über mehrere Wochen besser gewesen- obwohl es eine Reportage ja auch schon gibt. Deshalb theoretische 4,4 Punkte, abgerundet auf 4.