wahrlich anders …

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
rentier Avatar

Von

Eine junge Frau erbt mit 21 Jahren die Juwelir-Firma ihres Vaters und damit recht viel Verantwortung. Als Kind, beschützt und liebevoll aufgewachsen, durfte sie an der Seite des Veters die große Welt entdecken. Sie hat die Eloquenz des Vaters bei Verahandlungen beobachtet, die Handschlagqualität finanzstarker Akteure gesehen, Luxus und fünf Sterne waren ihr Alltag.
Erst später erkannte sie, dass ihre Kindheit sehr privilegiert war, aber sie blieb am Boden der Realität.
Eine Reise nach Peru, zu dem Ursprung ihres Reichtums, eine Goldmine als Basis der Schmuckindustrie, hat ihr Leben dann verändert. Penibel zählt Guya Merkle in ihrem Buch auf, was in der Goldproduktion schief läuft. Wie viel Leben kostet ein Karat klingt reißerisch, aber es werden tausende von Leben, wie sich langsam im Laufe der Lektüre herauskristalisiert. Guya Merkle verwendet eine schöne und vor allem sehr präzise Sprache. Das Buch ist, obwohl ein Sachbuch mit etlichen Zahlen und Fakten, angenehm zu lesen. Und es ist faszinierend, was wir, wo unsere Wirtschaft doch mit Giold abgesichert ist, alles nicht wissen von der Schürfung dieses Materials bis hin zu seinem Platz im Juweliergeschäft oder in unseren täglich genutzten Objekten, wie Smartphones und Tablets. Wenn auch gegen Ende manchmal ein wenig zu eindringlich, ist das Buch bis zuletzt informativ und regt zur Veränderung unseres Denkens an. Ein Werk, das einfach nur zu empfehlen ist, ein Sachbuch spannend wie ein Krimi, ein Aufruf, ein Weckruf. Auf in die Buchhandlungen ...