Wenn ich an Gold denke, denke ich an Schmuck, Trauringe und Geschenkboxen. An Menschen, die dafür tief unter der Erde arbeiten, denke ich erst mal nicht. Genau dieser blinde Fleck ist der Punkt, an dem “Wie viele Leben kostet ein Karat?” ansetzt, und der Titel allein hat mich schon kurz schlucken lassen. Ich mag, dass die zentrale Frage ziemlich unbequem ist: Wie verändert man ein System, das auf genau den Mechanismen beruht, die man eigentlich überwinden will? Das ist keine Frage, auf die es eine schnelle Antwort gibt, und das Buch tut auch nicht so. Es geht um Strukturen und Widersprüche und um die Suche nach neuen Wegen, abseits von einfachen Antworten. Das macht es glaubwürdig, verlangt aber auch Geduld. Wer eine Checkliste mit fünf Tipps für den fairen Einkauf erwartet, wird hier eher zum Nachdenken gebracht als zum Abhaken.
Eine Empfehlung für alle, die Wirtschaft, Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit nicht nur als Schlagworte sehen wollen. Ein Buch, das zum Umdenken anregt und danach noch ein bisschen im Kopf weiterarbeitet.
Eine Empfehlung für alle, die Wirtschaft, Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit nicht nur als Schlagworte sehen wollen. Ein Buch, das zum Umdenken anregt und danach noch ein bisschen im Kopf weiterarbeitet.