Wie viele Nerven kostet ein Buch?
Vorab: ich finde das Thema wichtig und das Engagement der Autorin lobenswert. Auch ich konnte vorher nur vermuten, dass der Abbau und die Verarbeitung von Geld mit viel Leid verbunden sind und ich habe durch das Buch einiges gelernt.
Allerdings bin ich mit der Aufmachung des Buchs einfach nicht warm geworden. Vieles davon liegt für mich in der Präsentation: eigentlich geht es um die Lebensgeschichte der Autorin und ihren Weg zu einem nachhaltigen Schmucklabel. Anhand des Covers und des Klappentextes hätte ich aber eher erwartet, dass mir jetzt so lange Fakten und Fußnoten um die Ohren gehauen werden, bis mir der Kopf raucht. Dass dem nicht so sein wird, hätte ich eigentlich schon anhand der recht dünnen 208 Seiten erwarten können. Stattdessen hangeln wir uns von Gespräch zu Gespräch, bei dem die Autorin erfährt, dass das mit dem Gold doch gar nicht so einfach ist, wie sie dachte. Als Tochter eines Schmuckhändlers wirkt sie überraschend naiv und verwundert darüber, dass Gold unmenschlichen Bedingungen abgebaut wird und dass Sicherheitsstandards bewusst verletzt werden um Geld zu sparen. Aber weil das Buch eben größtenteils von ihrem Weg handelt, müssen wir da alle händchenhaltend durch, um am Ende herauszufinden, dass sie auch nicht einmal versucht, die Titelfrage zu beantworten.
Leider macht es der Schreibstil auch nicht besser; an vielen Stellen hatte ich das Gefühl, der Text ist eine verschriftlichte Form irgendeines Powerpoint-Pitches.
Allerdings bin ich mit der Aufmachung des Buchs einfach nicht warm geworden. Vieles davon liegt für mich in der Präsentation: eigentlich geht es um die Lebensgeschichte der Autorin und ihren Weg zu einem nachhaltigen Schmucklabel. Anhand des Covers und des Klappentextes hätte ich aber eher erwartet, dass mir jetzt so lange Fakten und Fußnoten um die Ohren gehauen werden, bis mir der Kopf raucht. Dass dem nicht so sein wird, hätte ich eigentlich schon anhand der recht dünnen 208 Seiten erwarten können. Stattdessen hangeln wir uns von Gespräch zu Gespräch, bei dem die Autorin erfährt, dass das mit dem Gold doch gar nicht so einfach ist, wie sie dachte. Als Tochter eines Schmuckhändlers wirkt sie überraschend naiv und verwundert darüber, dass Gold unmenschlichen Bedingungen abgebaut wird und dass Sicherheitsstandards bewusst verletzt werden um Geld zu sparen. Aber weil das Buch eben größtenteils von ihrem Weg handelt, müssen wir da alle händchenhaltend durch, um am Ende herauszufinden, dass sie auch nicht einmal versucht, die Titelfrage zu beantworten.
Leider macht es der Schreibstil auch nicht besser; an vielen Stellen hatte ich das Gefühl, der Text ist eine verschriftlichte Form irgendeines Powerpoint-Pitches.