Wenn 200 Prozent nicht genug sind!

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regina1960 Avatar

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In der Leseprobe von "Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello" habe ich Vieles wiedererkannt, was mich selber und meine frühere Lebensführung betrifft. Mit 38 Jahren verlassen vom Ehemann, arbeitet Lena als stellvertretende Chefredakteurin für ein erfolgreiches Frauenmagazin arbeitet, ist alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter, für die Eltern ist sie auch immer da, einen Hund hat sie sich auch aus dem Tierheim geholt, sie treibt Sport und besucht einen Italienischkurs und überhaupt gibt sie überall immer 200 Prozent plus! Im Glauben, dass man dann dafür mehr geliebt und gewertschätzt wird. Aber diese Ansicht ist so irreführend und auf Dauer so gesundheitsschädlich, diese Erfahrung macht dann auch die Protagonistin Lena hier, als sie in einem Restaurant nach einem Treffen mit ihrer Freundin Eva zusammenbricht! Sie muss unbedingt ihr Leben verändern, rät ihr Eva, gibt ihr ihren alten Bus namens Berta und los geht es in Richtung Italien. Aber auch hier wird vorher natürlich akribisch geplant, typisch Lena. Aber wie das im Leben so ist, kommen halt unerwartete Dinge auf einen zu bei so einem Trip, da kann man planen wie man möchte. Und so wird diese Reise nach Italien mit einem alten schnaufenden Bus zu einer Reise zu ihre selbst. Ein ist kein Buch, denke ich, das nur unterhaltsam sein soll, sondern eher eines, das einem vermittelt, was im Leben wirklich wichtig ist und das Beste daraus zu machen. Die Leichtigkeit des Seins und Erlebens im Hier und Jetzt, das Schöne zu erkennen und zu genießen um einen herum, hier im Buch speziell in Italien, wird durch das wunderschöne Buchcover und die malerischen Bebilderungen zwischen den Texten im Innenteil unterstrichen. Auch der Schreibstil ist dem angepasst, liest sich angenehm, einfühlsam und flüssig. Ein Buch, das soviel mehr zu "sagen" hat...