Ein Wohlfühlroman mit Tiefgang – und einem kleinen Zug ins Ratgeberregal
Schon das Cover des zweiten Bandes rund um den treuen VW-Bulli Berta zieht einen sofort in seinen Bann: Ein Bulli auf einer sonnigen Straße, im Hintergrund Wasser und ein mediterranes Städtchen, eingerahmt von frischen Zitronen. Die Gestaltung ist farbenfroh, warm und stimmig – sie verspricht Urlaub, Leichtigkeit und Aufbruch, und hält dieses Versprechen auch im Inneren des Buches.
Im Mittelpunkt steht Lena, eine Frau im Dauerstress-Modus: perfektionistisch, erschöpft, immer im Funktionieren verhaftet. Als ihr Körper und ihre Seele schließlich streiken, bricht sie auf – mit Berta, ohne festen Plan, nach Italien. Was folgt, ist keine klassische Handlung im erzählerischen Sinne, sondern eine innere Reise, die in kurzen, leicht lesbaren Kapiteln entfaltet wird. Jedes schließt mit einer Affirmation ab – ein Stilmittel, das charmant wirkt, gelegentlich aber auch etwas zu sehr ins Ratgeberhafte kippt.
Melanie Pignitters Schreibstil ist das große Stärke des Buches: flüssig, nahbar, niemals belehrend. Man liest sich mühelos durch die Seiten. Die Sprache ist ehrlich und warmherzig, ohne sentimental zu werden. Wer sich je in einem Gefühl des Ausgebranntseins wiedergefunden hat, wird sich in Lena erkennen – das ist keine Übertreibung, sondern das eigentliche Kunststück dieses Buches.
Bei Lena als Figur scheidet sich meine Meinung ein wenig: Einerseits ist sie authentisch gezeichnet, ihre inneren Konflikte zwischen Leistungsanspruch und dem Wunsch nach echtem Leben sind glaubwürdig. Andererseits wirken manche Situationen auf ihrer Reise bewusst konstruiert, um eine bestimmte Botschaft zu transportieren – das nimmt der Geschichte stellenweise etwas von ihrer Natürlichkeit.
Wer bereits den ersten Band um Berta kennt, wird Parallelen bemerken: das Setting, der Grundaufbau der Selbstfindungsreise. Für absolute Neuleser stört das nicht, wer jedoch Band eins in frischer Erinnerung hat, mag den Vergleich nicht ganz vermeiden können.
Was das Buch dennoch so besonders macht: Es vereint Leichtigkeit und echten Denkanstoff. Themen wie Selbstwert, Grenzen setzen und das Loslassen von Perfektionismus werden nicht trocken abgehandelt, sondern in eine angenehme Geschichte eingebettet, begleitet von italienischem Lebensgefühl und kleinen alltagsweisen Momenten.
Im Mittelpunkt steht Lena, eine Frau im Dauerstress-Modus: perfektionistisch, erschöpft, immer im Funktionieren verhaftet. Als ihr Körper und ihre Seele schließlich streiken, bricht sie auf – mit Berta, ohne festen Plan, nach Italien. Was folgt, ist keine klassische Handlung im erzählerischen Sinne, sondern eine innere Reise, die in kurzen, leicht lesbaren Kapiteln entfaltet wird. Jedes schließt mit einer Affirmation ab – ein Stilmittel, das charmant wirkt, gelegentlich aber auch etwas zu sehr ins Ratgeberhafte kippt.
Melanie Pignitters Schreibstil ist das große Stärke des Buches: flüssig, nahbar, niemals belehrend. Man liest sich mühelos durch die Seiten. Die Sprache ist ehrlich und warmherzig, ohne sentimental zu werden. Wer sich je in einem Gefühl des Ausgebranntseins wiedergefunden hat, wird sich in Lena erkennen – das ist keine Übertreibung, sondern das eigentliche Kunststück dieses Buches.
Bei Lena als Figur scheidet sich meine Meinung ein wenig: Einerseits ist sie authentisch gezeichnet, ihre inneren Konflikte zwischen Leistungsanspruch und dem Wunsch nach echtem Leben sind glaubwürdig. Andererseits wirken manche Situationen auf ihrer Reise bewusst konstruiert, um eine bestimmte Botschaft zu transportieren – das nimmt der Geschichte stellenweise etwas von ihrer Natürlichkeit.
Wer bereits den ersten Band um Berta kennt, wird Parallelen bemerken: das Setting, der Grundaufbau der Selbstfindungsreise. Für absolute Neuleser stört das nicht, wer jedoch Band eins in frischer Erinnerung hat, mag den Vergleich nicht ganz vermeiden können.
Was das Buch dennoch so besonders macht: Es vereint Leichtigkeit und echten Denkanstoff. Themen wie Selbstwert, Grenzen setzen und das Loslassen von Perfektionismus werden nicht trocken abgehandelt, sondern in eine angenehme Geschichte eingebettet, begleitet von italienischem Lebensgefühl und kleinen alltagsweisen Momenten.