Heilsam, leichtfüßig und voller kleiner Erkenntnisse
In Wiedersehen mit mir selbst – Zwischen Pasta und Limoncello von Melanie Pignitter begleitet man Lena auf einer Reise, die sie eigentlich gar nicht antreten wollte – und die genau deshalb so heilsam wird. Die Geschichte zeigt eine Frau, die ständig am Limit lebt, alles gibt, alles trägt und sich selbst dabei völlig aus dem Blick verliert. Als ihr Körper die Reißleine zieht, beginnt ein Weg, der sie in einem alten Bulli Richtung Italien führt – und mitten hinein in ein Wiederfinden mit sich selbst.
Besonders schön ist, dass jedes Kapitel eine Affirmation enthält. Das gibt dem Buch eine ruhige, stärkende Struktur. Mir gefällt sehr, dass egal, was ich der Hauptfigur „in den Weg stelle“, die Geschichte immer wieder etwas Gutes daraus macht. Das wirkt tröstlich und lebensnah.
Der Schreibstil ist schön, einfühlsam und warm, ohne kitschig zu werden. Die Bilder zu den Kapiteln sind in Ordnung, aber für mich wirken sie etwas eckig gestaltet – das passt nicht ganz zur weichen, emotionalen Stimmung des Buches. Trotzdem unterstützen sie die Kapitelstruktur gut.
Insgesamt ist es eine heilsame Geschichte für alle, die zu viel geben, zu selten innehalten und sich selbst wiederfinden möchten.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein warmes, stärkendes Buch über Selbstfürsorge, Mut und das Wiederentdecken der eigenen Wertigkeit. Einfühlsam geschrieben, mit schönen Affirmationen und einer berührenden Botschaft. ⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne.