Eigene Stimmung!

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therealmike Avatar

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Die Leseprobe hat mich sofort in eine ganz eigene Stimmung gezogen. Schon die Reise zum Wildbodenhaus wirkt nicht wie eine einfache Ankunft, sondern fast wie ein langsames Eintauchen in eine andere Zeit. Der Weg, das fehlende Netz, der Regen, das Gewitter und dieses abgelegene Haus in den Bergen haben direkt eine besondere Atmosphäre geschaffen. Besonders mochte ich, wie sich Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbinden. Erst kommt man als Besucher an diesen Ort, dann öffnet sich der Blick auf Erna und Kirchner, auf ihr gemeinsames Leben, ihre Abhängigkeiten, ihre Unsicherheiten und die Kunst, die überall in diesem Haus spürbar ist. Erna hat mich dabei sofort interessiert, weil sie nicht nur als Frau an Kirchners Seite erscheint, sondern als jemand mit eigenen Gedanken, eigener Müdigkeit und eigener Stärke. Der Schreibstil ist ruhig, genau und sehr bildhaft. Ich hatte das Haus, den Bach, die Bergluft und die leuchtenden Farben der Teppiche sofort vor Augen. Für mich klingt das nach einer atmosphärischen und klugen Geschichte über Kunst, Erinnerung, Einsamkeit und einen Ort, an dem Vergangenheit noch immer spürbar ist.