Stimmungsvoll, atmosphärisch verdichtet

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herbstwindtraum Avatar

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Der Einstieg packt einen nicht sofort. Es gibt keinen starken Sog, keine Szene, die direkt Spannung aufbaut. Stattdessen nähert sich der Text langsam dem Ort an: der Weg nach Frauenkirch, der Gasthof, das Wildbodenhaus, das Wetter, das fehlende Netz. Das liest sich recht herantastend.
Trotzdem entsteht nach und nach eine dichte Atmosphäre. Man merkt, dass das Haus mehr ist als nur ein Schauplatz. Es wirkt aufgeladen mit Geschichte, Erinnerungen und einer gewissen Schwere. Besonders mit Ernas Perspektive bekommt der Text mehr Tiefe: Da ist viel Müdigkeit, Enge und unausgesprochene Spannung. Ich erwarte deshalb kein Buch, das über Handlung antreibt, sondern eines, das über Stimmung, Figuren und innere Konflikte wirkt.