Anspruchsvoll
Im Mittelpunkt von „Wildboden“ stehen Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling. Ihre Geschichte war mir vor der Lektüre völlig unbekannt und genau das hat den Roman für mich so interessant gemacht. Constantin Lieb verbindet historische Fakten mit literarischer Fiktion und zeichnet das Porträt einer außergewöhnlichen Beziehung vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche der 1930er-Jahre in der Schweiz, die mir auch vorher noch nicht so bewusst waren.
Stilistisch ist „Wildboden“ durchaus anspruchsvoll. Die Sprache ist ruhig und literarisch, die Erzählweise erfordert Konzentration. Gerade das hat mir gefallen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Leser:innen mit einem größeren kunsthistorischen Hintergrund vermutlich noch mehr aus dem Roman mitnehmen können. Viele Bezüge zu Kirchners Werk und zur Kunst seiner Zeit erschließen sich sicher noch besser, wenn man sich mit dem Thema bereits auskennt. Außerdem kann man dann wahrscheinlich Fakten und Fiktion besser auseinanderhalten. Dennoch hat mich das Buch auch ohne dieses Vorwissen überzeugt.
Stilistisch ist „Wildboden“ durchaus anspruchsvoll. Die Sprache ist ruhig und literarisch, die Erzählweise erfordert Konzentration. Gerade das hat mir gefallen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Leser:innen mit einem größeren kunsthistorischen Hintergrund vermutlich noch mehr aus dem Roman mitnehmen können. Viele Bezüge zu Kirchners Werk und zur Kunst seiner Zeit erschließen sich sicher noch besser, wenn man sich mit dem Thema bereits auskennt. Außerdem kann man dann wahrscheinlich Fakten und Fiktion besser auseinanderhalten. Dennoch hat mich das Buch auch ohne dieses Vorwissen überzeugt.