Atmosphärisch, bedrückend, toll geschrieben!

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paramedixon Avatar

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Wildboden ist ein biografischer Roman über den Maler Ernst Ludwig Kirchner in der Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus. Die Handlung basiert auf Briefen, Tagebucheinträgen und Fotografien und wird durch die Fiktion und Fantasie des Autors eindrucksvoll ergänzt.

Der Roman spielt in Wildboden in den Schweizer Alpen, wo Kirchner die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Dem Autor gelingt es auf einzigartige Weise, die besondere Atmosphäre dieses Ortes sowie die bedrückende Spannung zwischen den Figuren vor dem Hintergrund der heraufziehenden Katastrophe aus Deutschland einzufangen.

Besonders beeindruckt hat mich der Schreibstil: Er ist zum Teil hart, sehr bildhaft und zugleich sehr angenehm zu lesen. Trotz der düsteren Stimmung und der schweren Thematik konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit gelesen.

Wildboden ist sicherlich kein Wohlfühlroman und lässt einen mit vielen Gedanken zurück. Gerade wegen seiner eindringlichen Sprache und der atmosphärischen Dichte halte ich das Buch jedoch für absolut lesenswert und kann es sehr empfehlen.