Atmosphärisch stark, aber etwas zu ruhig

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anooo Avatar

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Wildboden ist sehr ruhig erzählt, aber trotzdem hat es mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht und teilweise richtig beklemmend.

Der Schreibstil von Constantin Lieb hat mir sehr gut gefallen. Er schreibt bildhaft, ohne zu übertreiben, und schafft es, die Natur und die Stimmung so zu beschreiben, dass man komplett eintaucht.

Besonders gut eingefangen fand ich außerdem, wie man mehr über das Leben des Künstlers Kirchner erfährt und dabei auch die damalige Ausgangslage spürbar wird. Die beginnende NS-Zeit und die damit verbundene Bedrückung werden eindringlich vermittelt.

Insgesamt war mir die Entwicklung für meinen Geschmack stellenweise etwas zu langsam. Dadurch fehlte der Geschichte zwischendurch ein wenig die Sogkraft und es war für mich schwieriger, dauerhaft in der Handlung zu bleiben. Gerade weil die Atmosphäre so stark ist, hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Dynamik und Tempo gewünscht.

Insgesamt 3,5 von 5 Sternen.