Aufopferung oder Bewunderung?
Erna Schilling ist die Frau, die hinter Ernst Ludwig Kirchner steht, die ihn versorgt und für ihn da ist, die ihn bewundert, aber auch unter ihm leidet. Der Roman "Wildboden" von Constantin Lieb beleuchtet das Paar, das nie zum Ehepaar wurde, vor allem während ihrer Zeit im kleinen Dorf Wildboden, wo beide ein sehr zurückgezogenes Leben führen.
Vor dem Lesen dieses Romans der eher leisen Töne bietet es sich an, auch selbst über das Leben des Paares und vor allem auch das Leben Kirchners zu recherchieren. Constantin Lieb hat hier seine Hausaufgaben gemacht und einen gut recherchierten Roman mit fiktiven Passagen geschrieben. Diese sind aber sehr glaubhaft und stimmig.
Wie geht ein Künstler damit um, wenn seine Kunst nicht nur als entartete Kunst bezeichnet wird, sondern er auch damit bloßgestellt wird? Die Zerstörung seiner Kunst hat wohl auch den Künstler selbst zerstört. Doch sein Ende wirft auch Fragen auf.
Besonders interessiert hat mich hier der Einfluss der Nazizeit auf den Künstler. Im Wildbodenhaus in der Schweiz ist dieser zwar örtlich weit weg, aber die Zeit hinterlässt ihre Spuren. Der Zerfall des Künstlers ist nicht mehr aufzuhalten, doch Erna Schilling ist stets an seiner Seite.
Damit ist "Wildboden" ein literarisches Werk, wie ich es gern lese. Es ist unspektakulär, aber literarisch und zeitgeschichtlich sehr wertvoll. Die beklemmede Stimmung, die stets herrscht, wird sehr gut vermittelt. Alles in allem muss man nicht Kirchner-Fan sein, um den Roman zu lesen. Er bekommt von mir gute 4 Sterne.
Vor dem Lesen dieses Romans der eher leisen Töne bietet es sich an, auch selbst über das Leben des Paares und vor allem auch das Leben Kirchners zu recherchieren. Constantin Lieb hat hier seine Hausaufgaben gemacht und einen gut recherchierten Roman mit fiktiven Passagen geschrieben. Diese sind aber sehr glaubhaft und stimmig.
Wie geht ein Künstler damit um, wenn seine Kunst nicht nur als entartete Kunst bezeichnet wird, sondern er auch damit bloßgestellt wird? Die Zerstörung seiner Kunst hat wohl auch den Künstler selbst zerstört. Doch sein Ende wirft auch Fragen auf.
Besonders interessiert hat mich hier der Einfluss der Nazizeit auf den Künstler. Im Wildbodenhaus in der Schweiz ist dieser zwar örtlich weit weg, aber die Zeit hinterlässt ihre Spuren. Der Zerfall des Künstlers ist nicht mehr aufzuhalten, doch Erna Schilling ist stets an seiner Seite.
Damit ist "Wildboden" ein literarisches Werk, wie ich es gern lese. Es ist unspektakulär, aber literarisch und zeitgeschichtlich sehr wertvoll. Die beklemmede Stimmung, die stets herrscht, wird sehr gut vermittelt. Alles in allem muss man nicht Kirchner-Fan sein, um den Roman zu lesen. Er bekommt von mir gute 4 Sterne.